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23. 05. 2012
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Köln und Nachbarkommunen wollen gemeinsam gegen multiresistente Keime vorgehen


16.12.2010 18:51 von:

Schlagwörter: Köln,Netzwerk,2010,Dezember,Ratsbeschluss,Multiresistente Erreger,Staphylococcen

Multiresistente Erreger sind ein ernsthafte Bedrohung für Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern. Nach Schätzungen verschiedener Organisation dürfte die Zahl derer, die sich pro Jahr mit dem besonders gefährlichen Erreger Staphylococcus aureus infizieren, bei rund 50.000. Gerade in Krankenstationen und Altenheimen scheint sich dieser Erreger wohl zu fühlen. Auch in der Region Köln/Bonn sind solche Fälle bereits aufgetreten. Und weil die Kommunen auch als Betreiber von Krankenhäusern auftreten, haben sie nun eine Vertiefung der Zusammenarbeit beschlossen. Wie die Stadt Köln am gestrigen Mittwoch mitteilte, sollen mit dem neu gegründeten Netzwerk der Städte Köln und Bonn sowie der umliegenden Kreise die Kräfte zur Bekämpfung dieser multiresistenten Erreger (MRE) gebündetl werden, hieß es dazu in der Pressemitteilung der Stadt.

Auf Vorschlag der Kölner Stadtverwaltung hatte der Stadtrat auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr die Einrichtung einer Koordinationsstelle für ein solches regionales Netzwerk zugestimmt. Die Stelle ist beim Kölner Gesundheitsamt angesiedelt. Die Domstadt hatte sich erst vor wenigen Tagen dem bereits bestehenden regionalen MRW-Netzwerk "mre-netz regio rhein-ahr" angeschlossen. Neben den verschiedenen Kommunen gehört diesem Zusammenschluss auch das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit an der Universität Bonn an.

Überregionales Vorgehen sinnvoll

Eine erfolgreiche Prävention und Bekämpfung multiresistenter Erreger ist nach Auffassung der Stadtverwaltung nur durch ein regional abgestimmtes Handeln zwischen ambulantem und stationärem Bereich möglich, bei dem der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖDG) die Aufgabe der Koordination übergreifend wahrnimmt. "MRE machen nicht an den Grenzen der Stadt Köln halt, so dass in der Region die Kreise und Städte zusammenarbeiten müssen", erklärte das städtische Presseamt in seiner Stellungnahme. Erfahrungen aus der Euregio-Region Twente/Münsterland zeigen, dass ein abgestimmtes Vorgehen der Kommunen die MRSA-Infektionszahlen zumindest stabilisieren kann. Das dortige Netzwerk gegen multiresistente Keime wurde bereits vor fünf Jahren ins Leben gerufen.







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