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23. 05. 2012
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Köln: Zahl der bestätigten EHEC-Fälle erhöht sich auf 17


04.06.2011 10:26 von:

Schlagwörter: Köln,EHEC,Erkrankung,Darmbakterium,2011,Juni,Verdachtsfall,Überprüfung

In Köln sind bis zum gestrigen Freitagmittag offiziell 17 Fälle einer Erkrankung an dem aggressiven Darmerreger Enterohämorrhagische Escherichia coli oder kurz EHEC bestätigt. Das teilte die städtische Gesundheitsverwaltung in einer Presseerklärung mit. Derzeit werden sechs weitere Fälle einer schweren Darmerkrankung sowie ein möglicher zweiter Fall von HUS labortechnisch untersucht. Ein Ergebnis darüber war am gestrigen Freitag nicht zu erwarten. Der Zustand der Patientin mit dem HUS-Syndron ist seit Tagen kritisch, allerdings weiterhin unverändert. Unter den 17 bestätigten Fällen sind zwölf Frauen und fünf Männer. Das Alter der Erkrankten liegt zwischen 17 und 83 Jahren, außerdem sind ein knapp ein Jahr altes Kleinkind sowie ein vierjähriges Kind betroffen. Zu den 17 bestätigten EHEC-Fällen kommt ein neuer HUS-Verdachtsfall bei einer Frau hinzu, hier werden die Laborwerte in Kürze erwartet. Von den 17 bestätigten Fällen werden 13 Patienten in Krankenhäusern und vier Personen ambulant behandelt.

Ausgehend von Hamburg und angrenzenden Landkreisen Schleswig-Holsteins ist in Deutschland eine stetig zunehmende Zahl von Erkrankungen durch Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) bekannt geworden. Von schweren Verlaufsfällen, auch mit Todesfolge, wird berichtet. Häufig sind Erwachsene und ältere Kinder betroffen. Die Mehrzahl der Fälle sind weibliche Erwachsene. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt über die üblichen Hygieneregeln im Umgang mit Obst und Gemüse hinaus, vorsorglich bis auf Weiteres Tomaten, Salatgurken und Blattsalate, insbesondere in Norddeutschland erhältliche Ware, nicht roh zu verzehren. Die Stadt Köln hat Kindergärten, Schulen sowie Seniorenheime über Vorbeugemaßnahmen beim Umgang mit Lebensmitteln zum Schutz vor der Krankheit informiert. Ansonsten gelten die allgemeinen Hygieneregeln, wie sie bei der Ausbreitung gefährlicher Krankheitserreger generell zur Anwendung kommen sollten, hieß es dazu abschließend.







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