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23. 05. 2012
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Kölner Behörden bestätigen fünf EHEC-Fälle in Köln


26.05.2011 21:33 von:

Schlagwörter: Köln,EHEC,Darmbakterium,2011,Mai,Gesundheitsamt,Empfehlung,Hygiene

In Köln sind fünf Personen am Darmerreger EHEC erkrankt. Das bestätigten die Kölner Gesundheitsbehörden nach entsprechenden Laboruntersuchungen am heutigen Donnerstag. Bei einem der Erkrankten stellten die Mediziner zudem den eher selteneren Krankheitsverlauf HUS fest. Inzwischen scheint der Auslöser in Spanien produziertes Gemüse, genauer Gurken, zu sein. Nach entsprechenden Untersuchungen am Hamburger Hygiene-Institut wurden die Erreger inzwischen zweifelsfrei identifiziert. Ob auch weitere Gemüsesorten aus spanischer Produktion mit dem aggressiven Darmerreger verseucht waren, stehen noch nicht fest. Die Experten vermuten, dass sich das durch Viren veränderte Bakterium vom Handelsstandort Hamburg aus schnell verbreitet hatte.

Erkrankungen durch Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) beginnen normalerweise mit Übelkeit, Erbrechen und wässrigem Durchfall, begleitet von Bauchschmerzen. In einigen Fällen kommt es zu schweren Verläufen, im schlimmsten Fall kommt es zu einem Nierenversagen. Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfehlen, zurzeit auf den Verzehr von Blattsalat, Salatgurken und Tomaten aus Norddeutschland vorsorglich zu verzichten. Neben der nun gefundenen möglichen Ursache, raten Experten auch vom Verzehr von rohem Fleisch ab. Neben den fünf bestätigten, gibt es sechs weitere Verdachtsfälle auf EHEC. Von den elf Erkrankten sind acht Frauen und zwei Männer. Neun Patienten liegen in einer Klinik, eine Patientin mit HUS wird derzeit intensivmedizinisch betreut. Auch ein einjähriges Kind ist mit dem Bakterium infiziert.

Bereits am Vortag hatte die Kölner Fachverwaltung, wie die anderer Großstädte auch, Kindergärten, Schulen und Seniorenheime über geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung sowie zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Unverändert sollten pflanzliche Lebensmittel vor dem rohen Verzehr gründlich gereinigt werden. Fleischprodukte sollten vor dem Verzehr ausreichend gegart werden. Milchprodukte sollten nur nach Wärmebehandlung (Pasteurisierung etc.) verzehrt werden. Die Keime werden auch von Mensch zu Mensch übertragen, Fachleute sprechen von einer Schmierinfektion. Weitergehende Fragen richten sie an die Kölner Gesundheitsverwaltung montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer: (0221) 221-24728.







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