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23. 05. 2012
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Kölner Bündnis für gesunde Lebenswelten erhält Bundeszuschlag


09.03.2009 16:50 von:

Schlagwörter: Köln,Stadtverwaltung,Bündnis,gesund,Lebenswelten,Bundesgesundheitsministerium,Zu

  Ein Bündnis in dieser Breite hat es so noch nicht gegeben, so das einstimmige Lob der Projektbeteiligten, die in der heutigen Pressekonferenz das weitere Vorgehen des zunächst auf zwei Jahre angelegten Projektes erläuterten. Neben den verschiedenen städtischen Dienststellen sind auch der Stadtsportjugend (hier insbesondere die Sportjugend), die Deutsche Sporthochschule in Köln, zahlreiche Kölner Initiativen sowie drei Krankenkassen mit an Bord. Gemeinsam wollen die Initiatoren für mehr Bewegung unter den Kölner Kinder und Jugendlichen sorgen. In einem ersten Schritt sollen an den 30 städtischen Hauptschulen in der Domstadt Projektteams – bestehend aus Lehrern, Schülervertretern und Eltern – die individuellen Bedürfnisse der Bildungseinrichtung ermitteln. Nach der Sommerpause soll dann mit externem Sachverstand gemeinsam ein nachhaltiges Konzept zur Bewegungsförderung des Nachwuchses ermittelt werden, hieß es dazu weiter.

"Wir gehen nach dem Sozialindex vor. Es gibt eine staatliche Verpflichtung insbesondere den Benachteiligten bessere Startchancen zu ermöglichen", erklärte Kölns Schul- und Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein. Zwar gebe es nicht zu wenig Initiativen, die sich diesem Ziel verpflichtet sehen. Aber: "Die Kenntnis untereinander fehlt", wie Kölns Sozialdezernentin Marlis Bredehorst einräumte. Insbesondere der so genannte "Setting"-Ansatz soll über den Tellerrand schulischer Anforderungen hinaus reichen. Es geht schließlich darum, den natürlichen Bewegungsdrang von Kindern und Jugendlichen zu fördern und damit der Bewegungsarmut und dem weit verbreiteten Problem des Übergewichts bei jungen Menschen wirksam zu begegnen. Da viele Kinder an Hauptschulen aus Familien mit Migrationshintergrund stammen, gestaltet sich die Ansprache allerdings nicht ganz so leicht. Hier kommen Sportvereine und Jugendeinrichtungen ins Spiel. Die sind ebenfalls Partner im Bündnis. Gemeinsam wolle man nun in den kommenden Monaten gemeinsame Qualitätsstandards erarbeiten, damit das Lehr- und Erziehungspersonal an den Einrichtungen fortbilden und schließlich mithilfe eines so genannten "Online-Atlasses" für Transparenz der unterschiedlichen Angebote sorgen.

Gleichzeitig wolle man auch Lücken in der Angebotspalette schließen. Das Konzept, das als Grundlage für die Bewerbung um den Bundeszuschuss diente, sieht einen Dreiklang in der konzeptionellen Herangehensweise vor. Neben gesunder Ernährung und Bewegungsförderung soll auch das oft vernachlässigte Feld der "seelisch-emotionalen Gesundheit" mit in die Maßnahmen einbezogen werden. Dieser Punkt wird auch unter dem Stichwort "Stressregulation" zusammengefasst. Diese Basis schließe einseitige Maßnahmen geradezu aus, da erst alle drei Aspekte tatsächlich auch zu messbaren Verbesserungen führen, wie die Verantwortlichen erläuterten. "Nicht der Body-Mass-Index ist entscheidend, sondern die Freude an der Bewegung", erläuterte Dr. Christiane Graf von der Deutschen Sporthochschule. Mit gleich drei Instituten unterstützt die Kölner Hochschule das Projekt. Neben den ersten konkreten Maßnahmen, die nach der Sommerpause umgesetzt werden sollen, wird auch der Online-Atlas voraussichtlich im Herbst ins Netz gestellt. "Wir nehmen derzeit die verschiedenen Sport-, Freizeit- und Bewegungsangebote in der Stadt auf", so Projektleiterin Dr. Eike Quilling von der Lernenden Region – Netzwerk Köln e.V. abschließend.

Weitere Informationen zum Kölner Bündnis lesen Sie unter: www.bildung.koeln.de.







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