23. 05. 2012
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Kölner Infarktmodell – ein Vorbild für Deutschland?
Zwischen den ersten akuten Schmerzen und der Alarmierung des Notarztes dauert es bei Herzinfarkten in Köln im Durchschnitt aller untersuchten Fälle rund 90 Minuten. Das ist eines der Ergebnisse des neuen Jahresberichts des Kölner Infarkt-Modells (KIM). Für eine optimale medizinische Versorgung dauert es im Durchschnitt aller Fälle insgesamt drei Stunden, bis die bestmögliche Versorgung gewährleistet ist. Diese Werte sind deutlich besser als vor der Einführung des Kölner Infarkt-Modells im Jahr 2005.
Die Ergebnisse sind "eine Garantie für bestmögliches Überleben und das wichigste Erfolgsindiz überhaupt", so das Urteil der Studie. Im Rahmen des Kölner Infarkt-Modells wurde ein Standard erarbeitet, der nun skuzessive auf alle kardiologischen Notfallpatienten mit der Diagnose "Herzinfarkt" ausgedehnt wird. Seit ihrem Start wurden bis heute rund 2700 Personen nach eben diesen Richtlinien behandelt. Das Infarkt-Modell kümmert sich darüber hinaus auch noch um den großen Bereich der Nachsorge. Daran arbeiten neben Rettungsdiensten und Krankenhäusern auch die Patienten und die Haus- oder behandelnden Fachärzte mit.
Einen Schwerpunkt der derzeitigen und künftigen Arbeit wird der weitere Ausbau des Netzwerkes an Defi-Standorten sein. Das Laien-Defibrillationsprojekt wurde von der KIM initiiert und ist bereits an einigen Stellen sichtbar. Nicht wenige Unternehmen wie zum Beispiel die Sparkassen, bieten bereits in ihren Filialen die kleinen Defi-geräte. So soll dank der dezentralen Versorgung auch bei akuten Notfällen eine Herzmassage in Gang gebracht werden. So könnten weitere Notfälle gerettet werden, die ansonsten den plötzlichen Herztod erleiden, hieß es dazu abschließend.

























