23. 05. 2012
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Krankenhaus Weyertal erneut als „schmerzfreie Klinik“ ausgezeichnet
Das Evangelische Krankenhaus Weyertal hat von der Prüforganisation TÜV Rheinland erneut das Gütesiegel „Schmerzfreie Klinik“ erhalten. Wie die Krankenhausverantwortlichen am heutigen Montag mitteilten, erhielt die Klinik im Kölner Universitätsviertel die Auszeichnung für ihr bereits zertifiziertes Schmerzmanagement. Die genaue Bezeichnung lautet „Akutschmerztherapie gemäß der Initiative Schmerzfreie Klinik“ und benennt mit diesem eher sperrigen Titel ein Qualitätsmanagementsystem, das einen wesentlichen Bestandteil in der stationären und ambulanten Versorgung aufgreift. Es geht um die Behandlung der akuten perioperativen und posttraumatischen Schmerzen des Patienten, also Schmerzen, die rund um eine Operation oder im Zusammenhang mit einer Verletzung auftreten. Mit einem professionellen Schmerzmanagement sollen Patienten gezielt und individuell in der Bewältigung ihrer akuten Schmerzen unterstützt werden, hieß es dazu weiter.
Für das Krankenhaus Weyertal ist es nicht die erste Auszeichnung. Bereits im Dezember 2010 war die Klinik für ihr erfolgreiches Schmerzmanagement zertifiziert worden. Diese Auszeichnung betraf die Abteilung Anästesie und Unfallchirurgie. Knapp ein Jahr später wurden die Abteilungen Gynäkologie inklusive operative Geburtshilfe und die Allgemeinchirurgie für ihr Schmerzmanagement ausgezeichnet. Die Zertifizierung bescheinigt der Klinik dem Krankenhaus eine individuelle Behandlung der Schmerzen, die gezielt auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt ist. Nach einer Befragung werden sie anschließend mit der optimalen Schmerztherapie versorgt.
„Die Patienten profitieren in mehrfacher Hinsicht vom Schmerzfreien Krankenhaus. Zunächst werden ihre Schmerzen besser erfasst, um dann schneller und effektiver behandelt zu werden. Patienten fühlen sich in ihrer Befindlichkeit wahr genommen und müssen nicht unnötig leiden“, erläutete erklärt Dr. Drück de Paredes, Oberärztin in der Anästhesie und Projektleiterin. Nach einer Umfrage des Deutschen Ärzteblattes sind rund ein Drittel mit der Schmerzbehandlung im Krankenhaus unzufrieden. Im Weyertal haben bei einer internen Befragung hingegen 90 Prozent der Patienten die Schmerzbehandlung als mindestens zufriedenstellend bezeichnet. Mehr als zwei Drittel (knapp 70 Prozent)n waren dabei „sehr zufrieden“. Unzufrieden waren hingegen weniger als ein Prozent der Befragten.
Neben der Beurteilung der Patienten gehören auch andere Instrumente des Qualitätsmanagements zum Kriterienkatalog der TÜV-Prüfer. Dazu gehört unter anderem ein „Handbuch Akutschmerz“. Das wurde nach Aussage der Klinikverantwortlichen inzwischen zum Standards, da es über das hauseigene Intranet allen Bediensteten – vor allem Ärzten und Pflegepersonal – frei zugänglich ist. Dazu gibt es auch Informationen zu möglichen Nebenwirkungen und ihrer gezielten Behandlung, hieß es dazu abschließend.


























