23. 05. 2012
Seite drucken
Krankenversicherung gibt Tipps für Besuch im Erlebnispark
Der Besuch in einem Erlebnispark ist für viele Familien in der warmen Jahreszeit ein absolutes Muss. Doch was als Freizeitentspannung beworben wird, ist für viele Besucher eine echte Anstrengung. Es wird sogar zu einem gesundheitlichen Risiko, wenn die Fahrt mit einer der zahlreichen Attraktionen den Körper der Besucher an ihre Grenzen bringt. Dabei sind Fahrgeschäft bei Jung und Alt beliebt. Auch körperlich gesunde Menschen sind davon betroffen. Die Kölner Krankenversicherung Central hat sich nun en detail mit den Risiken der verschiedenen Fahrgeschäfte beschäftigt. Geschwindigkeit und immer neue Kicks stehen bei vielen Fahrgeschäften im Vordergrund. Die Entwicklung ist beinahe atemberaubend: Waren in den frühen 80er-Jahren selbst Loopings bei Achterbahnen eher die Ausnahme, gehören heute tollkühne Überschlagselemente zum guten Ton.
Die Anlagen müssen sich strengen Prüfungen unterziehen, bevor sie Fahrgäste aufnehmen dürfen, folglich gelten sie als sicher. "Jedoch lauern auch dann gesundheitliche Gefahren, wenn sie störungsfrei laufen. Wir haben es hier mit Fliehkräften bis zum vierfachen der Erdanziehung zu tun. Vor allem wirken diese Kräfte oft entgegen der für unseren Körper gewohnten Richtung", erklärte Dr. Sonja Stobbe, Gesundheitsexpertin für Orthopädie und Unfallchirurgie der Central Krankenversicherung. Damit das körperliche Wohlbefinden unter diesen extremen Kräften nicht leidet, sollten nachfolgende Hinweise beachtet werden. Bei hohen Geschwindigkeiten nach vorne schauen: Bei Achterbahnen sollte man eine Seitwärtsdrehung des Kopfes vermeiden. Dreht man den Kopf, kann dies zu einem sogenannten "Barotrauma" führen, wie eine amerikanische Studie zeigt. Dabei handelt es sich um eine Ohrenverletzung, die aufgrund von Druckveränderungen zwischen Mittelohr und Umgebung entstehen kann. Die Folgen können Schwindel, Schmerzen und im schlimmsten Fall vorübergehender Hörverlust sein.
Nach einer Fahrt pausieren: Freifalltürme oder Achterbahnen mit steilem Gefälle (teilweise bis zu 50 Meter) können zu einem erheblichen Anstieg der Herzfrequenz führen. Eine Untersuchung des Universitätsklinikums Mannheim zu den Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem zeigte bei den Testpersonen einen erheblichen Anstieg der Herzfrequenz kurz nach der Fahrt sowie unregelmäßige Herzschläge noch bis zu zehn Minuten danach. Allein der psychische Stress vor dem nächsten "Fall" lässt die Herzfrequenz bis auf 120 Schläge pro Minute steigen. Obwohl selbst solche Frequenzen für gesunde Menschen grundsätzlich ungefährlich sind, ist es ratsam, Pausen einzulegen, so die abschließende Empfehlung der Gesundheitsexpertin.

























