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23. 05. 2012
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Neues Frühförderzentrum nimmt Arbeit auf


14.02.2009 16:05 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Bocklemünd,Frühbehandlung,Frühförderung,Zentrum,Eröffnung

Kinder im Alter bis sechs Jahren, die behindert sind oder von einer Behinderung bedroht sind, haben ab sofort eine neue Anlaufstelle. Am gestrigen Mittwoch eröffnete die gemeinnützige Betreibergesellschaft Zentrum für Frühbehandlung und Frühforderung in Köln-Bocklemünd eine weitere Niederlassung in Köln. Mit der neuen Filiale bietet die Gesellschaft inzwischen bereits acht Therapiestellen an. 150 Mitarbeiter kümmern sich dabei um bis zu 1000 Kinder. Die werden im Rahmen einer so genannten "Komplexleistung Frühförderung" auf die Herausforderungen des Lebens fachgerecht vorbereitet, heißt es in der Presseerklärung der Betreiber. In Klein- und Kleinstgruppen soll der Nachwuchs eine bedarfsgerechte Frühförderung, die nach der Methode der so genannten "konduktiven Förderung von Andràs Petö durchgeführt wird.

Das Angebot kombiniert dabei pädagogische Fördermaßnahmen mit Therapiemethoden der Physio-, Ergo- und Logopädie. Die Diagnostik wird dabei von Ärzten und Psychologen erstellt, die mit dem Zentrum zusammenarbeiten. Allerdings muss der behandelnde Kinderarzt grundsätzlich einer Überweisung an ein solches Zentrum zustimmen. Vor allem auf die Zielgruppe der Kleinkinder in Stadtteilen mit besonderem Förderbedarf haben es die Initiatoren abgesehen. Hier sei der Bedarf an frühkindlicher Förderung besonders hoch, weil die Eltern aus sozial schwachen Familien häufig die Frühindikatoren nicht erkennen bzw. nicht rechtzeitig behandeln lassen. So haben es die Kinder später deutlich schwerer, zum Beispiel in der Schule den Lernstoff aufzunehmen.

Neben heilpädagogischen Förderangeboten führen die Zentren zudem in Zusammenarbeit mit den Kölner Grundschulen auch Sprachförderkurse durch. Das Angebot hier wird durch ein dichtes Netzwerk besonders niederschwellig angeboten, versprechen die Initiatoren. Dabei spielen Netzwerkarbeit und die enge Kooperation mit anderen sozialen Einrichtungen in der Stadt eine wichtige Rolle. Bezahlt wird das Programm übrigens durch die gesetzlichen Leistungsträger GKV (Gesetzliche Krankenkasse) und die Sozialhilfeträger. Allerdings handelt es sich nur um eine Basisfinanzierung, der Verein wirbt um zusätzliche Gelder, zum Beispiel durch Stiftungsgelder und eingeworbene Spenden. Erst das macht die volle Ausschöpfung der Palette von Förder- und Behandlungsmethoden möglich, betonen die Initiatoren.

Weitere Informationen zum Angebot der Komplexleistung finden Sie im Internet unter: www.fruehbehandlung.de.







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