23. 05. 2012
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NRW: Kreislaufkrankheiten bleiben Todesursache Nummer 1
Im vergangenen Jahr verstarben in Nordrhein-Westfale 190.814 Menschen. Rund 39 Prozent der Todesfälle sind auf Erkrankungen des Kreislaufsystems zurückzuführen, gab das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Montag bekannt. Unter den Kreislauferkrankungen waren wiederum die so genannten "ischämischen Herzerkrankungen" die am häufigsten genannten Ursachen. Darunter verstehen Mediziner den klassischen Herzinfarkt sowie andere koronare Herzerkrankungen. Sie sind für 13 Prozent aller Todesfälle in NRW verantwortlich. Mit etwas mehr als einem Viertel waren so genannte "bösartige Neubildungen" die zweithäufigste Todesursache in der Mortalitätsstatistik. Es folgen Erkrankungen des Atemsystems wie Lungenentzündung, Grippe oder Asthma, die zusammen für etwa acht Prozent aller Todesfälle ursächlich sind.
An der grundsätzlichen Reihenfolge hat sich damit in 2009 im Gegensatz zu den Vorjahren nichts verändert. Besonders unter den Älteren (ab 75 Jahren Lebensalter) waren die Erkrankungen des Kreislaufsystems überrepräsentiert. Mehr als drei Viertel aller Todesfälle in dieser Altersgruppe sind auf Erkrankungen dieser Art zurückzuführen. Dabei waren – bedingt durch die grundsätzlich höhere Lebenserwartung von Frauen – die weiblichen Todesfälle in dieser Gruppe mit rund zwei Dritteln deutlich überrepräsentiert. Ähnliches gilt auch für die zweithäufigste Todesursache, die der Krebserkrankungen. Hier waren 77 Prozent der Todesfälle bereits älter als 65 Jahre. Hier war die Gruppe der Frauen mit 23.212 Todesfällen gegenüber 26.915 Todesfällen bei Männern eher unterrepräsentiert. Besonders bei bösartigen Neubildungen an den Atmungsorganen wurde dieses Verhältnis deutlich. An dieser Erkrankungsart starben mit 7831 Männern mehr als doppelt so viele wie Frauen (3718), teilte das Landesamt abschließend mit.

























