23. 05. 2012
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SBK will 54 Millionen Euro verbauen
(ehu) Moderner sollen die Pflegeheime in den "Riehler Heimstätten" werden, und mehr Menschen sollen dort auch einen Pflegeplatz erhalten. Das haben sich die Sozialbetriebe Köln (SBK) vorgenommen und dafür rund 54 Millionen bereitgestellt. Sechs neue Doppelhäuser sollen entstehen, vielleicht sogar sieben. Mit dem Bau des ersten wird schon im März begonnen. Bis Ende 2014, Anfang 2015 will man fertig sein.
Jedes dieser dreigeschossigen Häuser wird 80 unterschiedlich Pflegebedürftigen Platz bieten. Die "lichtdurchfluteten Einzelzimmer, alle mit Blick ins Grüne" – so SBK-Geschäftsführer Otto B. Ludorff – werden in Wohngruppen für 10 bis 12 Personen zusammengefasst. Damit nehme man vorweg, was der Gesetzgeber im NRW-Landespflegegesetz erst für August 2018 vorsehe, erklärte Ludorff. Nach müssen alle Altenpflege-Einrichtungen mindestens 80 Prozent Einzelzimmer mit zugeordnetem Bad anbieten sowie das Wohngruppenkonzept umsetzen. Am Ende wird die SBK in Riehl 630 statt bisher 550 Pflegeplätze anbieten können.
Die Baumaßnahmen werden EU-weit ausgeschrieben
Die Planungen für die fünf weiteren schon beschlossenen Bauten sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden. Im nächsten Jahr erfolgt dann die EU-weite Ausschreibung und anschließend der Baubeginn. Bis zur Fertigstellung werden die künftigen Bewohner in den alten Häusern bleiben. Alle Gebäude werden gleichzeitig gebaut, dies verringert die Lärm- und Staubbelästigung für die Bewohner.
Weiter steht der Neubau des Behindertenwohnheims an sowie der Umbau des Pflegeheimes P7 bei laufendem Betrieb. In der Gesamtsumme von 54 Millionen Euro – alles eigene Mittel – ist auch eine Umgestaltung der Wege und Grünflächen enthalten. So soll die zentrale "Wiese" einen neuen Mittelpunkt erhalten. Auch wird der 25 Hektar große Komplex ans Fernwärmenetz angeschlossen. Desweiteren werden Um- und Neubaumaßnahmen in Mülheim, Dellbrück, Longerich oder Deutz geplant.
Die SBK betreut 3.000 Kölnerinnen und Kölner
Riehl ist der älteste und größte Standort der SBK, die gemeinnützige GmBH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt. Die ehemalige Kaiserreich-Kaserne wurde 1927 übernommen. Die "Heimstätten" galten schon damals als besonders vorbildlich. Neben den Pflegeplätzen gibt es dort 500 Wohnungen. Insgesamt betreuen 1.400 SBK-Beschäftigte an 16 Standorten etwa 3.000 Senioren und pflegebedürftige oder behinderte Menschen. Es werden umfangreiche Spezial- und Servicedienste angeboten, etwa Begleitdienste, ein Mittagstisch für Demenzkranke oder der hauseigene TV-Sender "Silberdistel". Auch das Kölner Alzheimer-Forum gehört dazu.

























