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23. 05. 2012
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Schweine-Grippe: Stadt schaltet Hotline frei


27.04.2009 20:41 von:

Schlagwörter: Köln,Gesundheitsamt,Schweinegrippe,Pandemie,Virus,Hotline,Stadtverwaltung,Mexiko

"A/H1N1", so lautet der Name eines neuen aggressiven Typs der Schweinegrippe-Erreger, der in Mexiko bereits mehr als 150 Todesopfer gefordert hat. Genauer gesagt: Bei dem besagten Erreger handelt es sich um einen Subtypus dieses Erregers, der üblicherweise nur bei Schweinen auftritt und dort nur in seltenen Fällen für Todesfälle sorgt. Die nun aufgetretene Variante hatte am vergangenen Wochenende für weltweite Aufregung gesorgt. Auch in anderen Staaten, wie zum Beispiel den USA, sind bereits erste Ansteckungsfälle bekannt, die auf diesen Erreger zurückzuführen sind. Zwar sind bislang in Deutschland noch keine Fälle der ansteckenden neuen Variante, die dem Grippevirus des Typs A ähneln, bekannt. Trotzdem hat am heutigen Montag auch die Kölner Stadtverwaltung reagiert und eine eigens dafür eingerichtete Telefon-Hotline freigeschaltet. Während in Spanien der erste Fall festgestellt wurde, haben sich bislang Verdachtsfälle nicht Deutschland nicht bestätigt.

Ob die Krankheit tatsächlich von Mensch zu Mensch übertragbar ist, steht derzeit noch nicht zweifelsfrei fest, wird aber von einigen Experten nicht ausgeschlossen. Auch scheint das Krankheitsbild des Erregers nicht gleich zu sein. Während die Erkrankten in den USA eher normale Grippesymptome zeigten, machen die Fälle auf mexikanischer Seite den Gesundheitsexperten der WHO durchaus Sorgen. Auch die deutschen Gesundheitsbehörden schließen nicht aus, dass nicht doch einzelne Grippeinfizierte mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen und den Virus hier verbreiten. Die Weltgesundheitsorganisation wertet derzeit die Ergebnisse ihrer Untersuchungen in Mexiko aus. Doch schon jetzt steht fest, dass es sich hierbei um einen "Ernstfall für das öffentliche Gesundheitswesen" handelt. Bei der Stufe 4 gilt eine Übertragung von Mensch zu Mensch als sehr wahrscheinlich. In diesem Falle würden auch Maßnahmen im Rahmen der nationalen Pandemiepläne anlaufen.

Die Gesundheitsexperten des Kölner Amtes raten dazu, vor allem auf gewaschene Hände acht zu geben. Auch die Tröpfcheninfektion ist offenbar nicht ausgeschlossen. Die beiden Präparate Tamiflu und Relenza scheinen aber offenbar gegen die Grippeviren zu wirken. Die Mittel sollten allerdings innerhalb der ersten 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden. Die zuständigen Stellen in Deutschland prüfen derzeit, ob nicht auch ein Impfstoff gegen die Viren Wirkung zeigt. Eine Ansteckung durch den Verzehr von Schweinefleisch ist nach derzeitigen Erkenntnissen nicht gegeben. Sollten in der Domstadt Fälle der Schweinegrippe bei Menschen auftauchen, greift die Stadtverwaltung auf den bereits ausgearbeiteten Influenza-Pandemieplan zurück. Die telefonische Hotline ist über die Rufnummern 0221 / 221 – 24728 oder 221 – 24648 erreichbar. Experten des Gesundheitsamtes stehen dabei für Fragen besorgter Bürgerinnen und Bürger bereit.







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