23. 05. 2012
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Stadt ruft zur Kastration von Katzen auf
Das Veterinäramt der Stadt Köln hat eine Fürsorgepflicht auch für die vierbeinigen Freunde in der Millionenstadt Köln. Trotz wiederholter Aufrufe hat sich die Zahl von Katzen im Laufe der zurückliegenden Monate wohl offenkundig so stark erhöht, dass es zu einer "Überpopulation" gekommen ist. So genannte "Freigänger-Katzen" haben sich dabei offenkundig mit wild lebenden Katzen vermehrt. Nun soll eine frühzeitige Kastration weiteres Elend verhindern, so die Argumentation der Stadtverwaltung. Gerade die dauerhaft freilebenden und verwilderten Katzen befinden sich oftmals in einem elenden Zustand: Sie sind verwahrlost, häufig krank und befallen von Flöhen und Würmern oder anderen Parasiten", beschreiben die Veterinäre den Zustand. Hinzu kommt, dass Katzen immer noch häufig "ausgewildert" werden und so in weitere Lebensräume eindringen muss. Das könne schließlich zu einer "nachhaltigen Störung" der natürlichen Fauna des Rheinlands führen, hieß es dazu weiter.
Kastration aber verhindert nicht nur die Fortpflanzung der vierbeinigen Stubentiger, es führt auch zu verändertem Revierverhalten. Damit wird die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit den üblichen Katzenkrankheiten der zahmen Artgenossen deutlich gesenkt. Das Problem mit der Überbevölkerung der Katzen ist in der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt geblieben. Das liegt nach Ansicht des Gesundheitsamtes vor allem an der Arbeit engagierter Tierschutzvereine, speziell Katzenschutzvereine. Diese betreuen die Tiere an Futterstellen, lassen sie kastrieren und soweit wie möglich medizinisch behandeln. Da die Anzahl der entlaufenen und ausgesetzten Tiere jedoch stark zugenommen hat, sehen sich die Vereine personell und finanziell nicht mehr in der Lage, die Tiere weiterhin zu betreuen. Da auch von privaten Tierschützern vermehrt Katzenwelpen und zum Teil auch die freilebenden Muttertiere aufgefunden und in Tierheimen abgegeben werden, kommen auch diese Einrichtungen gerade im Frühjahr und im Sommer an die Grenzen ihrer Aufnahmekapazität, schildert die Fachverwaltung die Problematik.
"Die Kastration aller freilaufenden Katzen und Kater ist darum der einzig geeignete und tierartgerechte Weg, diesen Kreislauf zu durchbrechen", empfiehlt das Veterinäramt. Ansprechpartner für eine Kastration sind zunächst die Tierärzte in Köln. Die Fachverwaltung hat dazu einige Informationen auf den städtischen Internetseiten zusammengestellt. Sie sind abrufbar unter: www.stadt-koeln.de.

























