23. 05. 2012
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Stadtdirektor zum Aderlass im städtischen Klinikum
Stadtdirektor Guido Kahlen ist dieser Tage ein viel beschäftigter Beamter. Nicht nur sein eigener Job als Stadtdirektor mit Zuständigkeiten in den Bereichen Recht, Personal und Feuerwehr hat ihn derzeit in Beschlag. Momentan zeichnet der Spitzenbeamte auch als Stellvertreter des Oberbürgermeisters, als Urlaubsvertretung für Stadtbaudezernent Bernd Streitberger sowie als kommissarischer Kämmerer der Stadt verantwortlich. "Ich habe derzeit vier Aktenstapel auf meinem Schreibtisch", beschrieb der Dezernent seinen Arbeitsalltag. Trotz dieses Arbeitsumfangs fand Kahlen am heutigen Mittwoch die Zeit, sich nach rund zwei Jahren wieder einmal zur Blutspende einzufinden, diesmal im städtischen Klinikum Merheim. Sichtlich entspannt ließ Kahlen dann zur Ader. "Ich merke nichts", so der Stadtdirektor.
Kliniken brauchen mehr Blutspenden
Gerade durch die Hitze der zurückliegenden Wochen, aber auch durch die Fußball-Weltmeisterschaft ging die Bereitschaft der Bevölkerung, Blut zu spenden erheblich zurück. Auch wenn sich das Interesse inzwischen wieder normalisiert hat, benötigen die städtischen Kliniken weitere Blutspenden. "Wir haben hier derzeit pro Tag 80 Blutspender, davon im Durchschnitt zehn Prozent Erstspender. Das ist im Vergleich zu anderen sehr viel", verriet Dr. Ursula Bauernfeind, Leiterin des Transfusionszentrum am Klinikstandort Merheim. Der Bedarf alleine bei den städtischen Kliniken in Köln liegt im Durchschnitt bei rund 150 Blutkonserven pro Tag. Zusammen mit der Blutabnahmestation an der Kreuzgasse im Kölner Westen spendeten die Kölnerinnen und Kölner im Durchschnitt der vergangenen Tage und Wochen aber nur rund 110 Einheiten pro Tag.
Routine mit einigen Regeln
Dabei ist eine Blutspende schon lange Routine, aber auch dringend notwendig. So benötigen einzelne Patienten bei ihrer Akutbehandlung bis zu 100 solcher Blutkonserven. Wer bei den städtischen Kliniken zur Blutspende geht, muss sich zunächst registrieren und auf Krankheiten untersuchen lassen. Erst dann darf gespendet werden. Die Mediziner empfehlen, bereits im Vorfeld einer Spende ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Ansonsten erhalten die Blutspender aber auch Erfrischungsgetränke in der Blutspende-Station. Erstspender sollten erwachsen und nicht älter als 60 Jahre sein. Die Kliniken zahlen pro Blutspende eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro. In den Wintermonaten ist die Spendenbereitschaft übrigens deutlich höher. "Dann haben wir im Durchschnitt alleine hier in Merheim rund 120 Blutspender pro Tag", so Bauernfeind abschließend. Die Blutspende selbst dauert nur fünf bis zehn Minuten, danach bleiben die Spender in der Regel noch 20 Minuten zum Entspannen. Bei Frauen wird empfohlen, vier Mal pro Jahr zu spenden. Männer dürfen sogar sechs Mal im Jahr zum Aderlass.
Weitere Informationen zur Blutspende erhalten sie auch im Internet unter: www.einfachlebenretten.de.

























