23. 05. 2012
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Städtische Kliniken schließen 2009 mit Millionengewinn ab
Wilhelm Hecker, der zum Quartalswechsel ausgeschiedene kaufmännische Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln gGmbH, hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2009 noch einmal eine vorzügliche Bilanz vorgelegt. Mit einem Jahresüberschuss erzielte das städtische Tochterunternehmen das zweitbeste Ergebnis im zurückliegenden Jahrzehnt. Das Betriebsergebnis lag mit einem Plus von rund 14 Millionen Euro sogar doppelt so hoch und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. "Die positive Entwicklung der letzten Jahre ermöglicht umfassende Investitionen, um die medizintechnische Ausstattung zu optimieren und Stationen und Funktionsbereiche patientenfreundlich umzugestalten", so der scheidende Geschäftsführer. Insgesamt investierte das gemeinnützige Unternehmen, in dem die drei städtischen Krankenhäuser Amsterdamer Straße (Kinderkrankenhaus), Merheim und Holweide zusammengefasst sind, im vergangenen Jahr rund 31 Millionen Euro, der größte Teil davon (24,5 Millionen Euro) aus Eigenmitteln. Seit 2003 flossen insgesamt sogar 145 Millionen Euro in neue Geräte oder Baumaßnahmen, 95 Millionen Euro davon aus Eigenmitteln.
"Das große Engagement der Beschäftigten, der weitere Ausbau des medizinischen Leistungsspektrums und die gute Akzeptanz bei Patientinnen und Patienten tragen zum wirtschaftlichen Erfolg bei", findet auch der medizinische Geschäftsführer der Kliniken, Dr. Christian Schmidt. Zu den Neuerungen des vergangenen Jahres gehörte unter anderem der Aufbau einer neuroradiologischen Sektion am Krankenhaus Merheim. Unter Leitung von Prof. Dr. Spreer bietet das städtische Krankenhaus nun das gesamten Spektrum der neuroradiologischen Diagnostik und Therapie an. Am gleichen Standort wurde außerdem auf Basis der bereits bestehenden Gefäßchirurgie ein interdisziplinäres Gefäßzentrum aufgebaut. Zusammen mit dem Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil eröffnete überdies in Merheim eine neue Abteilung zur Traumabehandlung gesetzlich Versicherter. In Holweide entstand auf rund 850 Quadratmeter Nutzfläche eine neue Endoskopieabteilung mit medizinischer Funktionsdiagnostik. Weitere sechs Millionen investierten die Kliniken in den Aufbau eines modernen Bildarchivierungs- und Kommunikationssystems namens PACS ("Picture Archiving and Communication System"). Außerdem wurden hier die Patientenzimmer während des laufenden Krankenhausbetriebs modernisiert und mit neuen Sanitäranlagen ausgestattet. Am Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße wurde schließlich die Abteilung Kinderonkologie aufgebaut, die nun gemeinsam mit dem ebenfalls 2009 eröffneten Ronald-Mc-Donald-Kinderhaus die Betreuung von Patienten und ihrer Angehörigen wesentlich verbessert.
Nicht zuletzt auch die personelle Ausstattung ist den Verantwortlichen ein wichtiges Anliegen. Im September vergangenen Jahres stellte der Klinikbetrieb insgesamt fast 70 junge Medizinerinnen und Mediziner neu ein. Durch betriebsinterne, organisatorische Maßnahme konnte auch die Zahl der Beschäftigten insgesamt gesteigert werden. Zum Jahresende beschäftigte der städtische Betrieb 2833 Vollzeitkräfte. Weil ein erheblicher Teil der Angestellten aber nach unterschiedliche Arbeitszeitenmodellen eingesetzt wird, liegt die tatsächliche Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber erheblich höher, betonte die Geschäftsleitung. Seit Anfang 2003 hat sich die Summe der so genannten "Vollzeit-Äquivalente" trotzdem um über zehn Prozent erhöht, hieß es dazu abschließend.

























