23. 05. 2012
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Uniklinik für Organspender-Aktivität gewürdigt
Die Kölner Uniklinik ist zum zweiten Mal in Folge für ihr vorbildliches Engagement in Sachen Organspenden ausgezeichnet worden. Mit 18 Anmeldungen für Organspenden in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres belegt das 1250 Betten fassende Landesklinikum bundesweit den zweiten Rang. In Nordrhein-Westfalen nimmt man sogar den Spitzenplatz ein, dicht gefolgt von Bonn. Am dortigen Universitätsklinikum wurden immerhin 16 Organspenden angemeldet. Landesweit wurden bereits 101 Organspenden, insgesamt erhielten damit 309 Patienten auf Wartelisten neue Organe, so die offiziellen Zahlen des Ministeriums. Neben der reinen Statistik zählt vor allem die begleitende Arbeit. Hier wurden landesweit neun Krankenhausbetriebe für ihr vorbildliches Engagement gewürdigt. Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann, in dessen Ressort auch das Gesundheitsthema fällt, nahm die Auszeichnung am heutigen Freitag in Essen persönlich vor. "Positive Entwicklung der Organspendezahlen in Nordrhein-Westfalen setzt sich fort. Gemeinsames und kontinuierliches Engagement für die Organspende zeigt Wirkung", sagte Laumann bei der heutigen Preisverleihung. Das Kölner Uniklinikum hatte sich im vergangenen Jahr unter anderem durch die Umsetzung eines Interdisziplinären Rheinischen Symposiums Organtransplantation Verdienste erworben, hieß es in der Begründung für den Preis an die Kölner Klinik.
Das Landesministerium wurde bei der Ermittlung der Qualitätskriterien und deren Beurteilung unterstützt durch die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Deren Geschäftsführende Ärzton Dr. Ulrike Wirges betreut die Krankenhäuser des Landes bei ihren Bemühungen um eine bessere Betreuung der Organspender und ihrer Angehörigen. Neben den Unikliniken in Köln und Bonn wurde auch das gemeinnützige Klinikum Leverkusen in der Region ausgezeichnet. ein besonders wichtiges Kriterium war nach Auskunft des Ministeriums die Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitung. "In Deutschland stehen immer noch deutlich weniger Spenderorgane zur Verfügung als benötigt werden. Wir in Nordrhein-Westfalen versuchen daher Bedingungen zu schaffen, damit die Organspende als selbstverständlicher Beitrag des Versorgungsauftrages der Kliniken wahrgenommen wird. Die neun geehrten Krankenhäuser machen vor, wie es gehen kann", erklärte Minister Laumann. Neben der Arbeit der Beauftragten waren die Fortbildung des Klinikpersonals sowie die interne Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall Organspende entscheidend.
Die Stoftung DSO ist seit Juli 2000 als bundesweite Koordinierungsstelle für Organspenden aktiv. In der Akutsituation Organspende begleitet sie alle Abläufe: Von der qualifizierten Feststellung des Hirntods über das Gespräch mit den Angehörigen, medizinische Maßnahmen zur Erhaltung von Organen und zum Schutz der Organempfänger bis hin zum Organtransport. Daneben unterstützt sie die Krankenhäuser durch Fortbildungen und Prozessoptimierung zum Thema Organspende. Die DSO-Region Nordrhein-Westfalen betreut insgesamt 335 Krankenhäuser.

























