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23. 05. 2012
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Wenn Zecken Jagd auf Urlauber machen


10.06.2011 12:56 von:

Schlagwörter: Köln,Zecke,FSME,Impfung,Krankenkasse,Borreliose,Risikogebiet,Frühsommer-Meningoe

(ehu) Rechtzeitig vor den nahenden Ferien erinnert das Deutsche Grüne Kreuz an Impfungen, um sich vor FSME zu schützen. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird durch Zeckenbisse übertragen. Einmal von dieser Krankheit betroffen, lassen sich nur noch die Symptome kurieren, vorbeugenden Schutz bietet alleine in eine Impf-Serie. Diese ist auch noch einige Wochen vor einer Reise möglich.

Für eine dauerhafte und wirkungsvolle – d.h. in diesem Fall drei Jahre – Grundimmunisierung gegen FSME müssen drei Impfdosen verabreicht werden. Die Zeitabstände betragen dabei einen Monat für die zweite und – je nach Impfstoff – 5 bis 12 Monate für die dritte Spritze. Reicht die Zeit nicht für diese vollständige Grundimmunisierung, ist man, so die Experten, auch mit zwei Impfungen vor der Reise in den Urlaub auf der richtigen Seite, der Schutz reicht dann allerdings nur für etwa ein Jahr.

So kann etwa der Abstand zur zweiten Impfung auf zwei Wochen verkürzt werden. Nach weiteren zwei Wochen setzt der Schutz ein, die dritte Impfung kann dann nach dem Urlaub nachgeholt werden. Lediglich Schutzimpfungen für einen Urlaub im Ausland werden nicht von der Krankenkasse bezahlt.

FSME oder nur Sommergrippe? Keine leichte Diagnose für den Arzt

Für Ärzte kann es schwierig sein, FSME zu erkennen. Die ersten Symptome ähneln einer Sommergrippe. Sie äußern sich etwa zehn Tage nach dem Stich: Müdigkeit, Schwindelgefühle, Fieber, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden. Nach einer beschwerdefreien Woche setzt die zweite Phase ein. Die Viren schädigen das zentrale Nervensystem, es kommt zu Bewusstseinsstörungen,Rückenmarksentzündungen und Lähmungen. Vor allem Patienten über 50 Jahre müssen mit bleibenden Schäden rechnen, jeder dritte ist davon betroffen. Ein bis zwei Prozent der Erkrankten sterben daran.

Nordrhein-Westfalen gilt nicht als Risikogebiet für FSME

Zwar hat die Zahl der bekannten FSME-Fälle in Deutschland seit 2006, einem ausgesprochen "guten" Zeckenjahr, leicht abgenommen, doch beobachten die Experten eine Ausbreitung der Risikogebiete in Asien und Europa. Zum einen nach Norden: So werden verstärkt aus Skandinavien und dem Baltikum Kranke gemeldet. "Klassische" Risikogebiete sind Tschechien, Südpolen, Slowenien, Westungarn und Weißrussland.

Auch in Deutschland breiten sich die FSME-Viren vom Süden in den Norden aus. 129 Landkreise vor allem in Bayern und Baden-Württemberg gelten als Risikogebiete, Nordrhein-Westfalen zählt nicht dazu. Zum anderen sind mit FSME-Viren befallene Zecken auch in immer höher gelegenen Gebieten anzutreffen.

Richtiges Verhalten und dichte Kleidung erschwert den Zeckenangriff

Neben der Schutzimpfungen werden folgende vorbeugende Schutzmaßnahmen empfohlen: In Risikogebieten die Wege nicht verlassen, vor allem nicht durch hohes Gras und Unterholz gehen. Richtige Kleidung tragen, Hosenbeine evtl. in die Socken stecken. Regelmäßig nach Zecken suchen, helle Kleidung erleichtert dies. Sachgemäße Verwendung von Insektenschutzmitteln. Zecken so schnell wie möglich – am besten mit einer Spezialpinzette – entfernen, Stichstelle desinfizieren. Das Waschen der Kleider bei Temperaturen von bis 60 Grad tötet die Zecken nicht ab.

Auch gegen die ebenfalls durch Zecken übertragene Borreliose wird eine Schutzimpfung empfohlen. Zwar ist diese auch mit Antibiotika behandelbar, bleibende Schäden können jedoch nicht ausgeschlossen werden.







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