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23. 05. 2012
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Zahl der EHEC-Neukrankungen ebbt landesweit ab


16.06.2011 22:19 von:

Schlagwörter: NRW,Köln,EHEC,Hus,Darmbakterium,2011,Juni,Statistik,Beruhigung

Die Zahl der Neuerkrankungen am aggressiven Darmbakterium EHEC ("enterohämorrhagische Escherichia coli") hat sich im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW weiter stabilisiert. Nach Angaben des zuständigen Landesgesundheitsministeriums sind 353 Fälle von Durchfallerkrankungen aufgrund des EHEC-Erregers offiziell bestätigt. 88 dieser Personen sind an der schwerwiegenden Verlaufsvariante HUS ("hämolytisch urämisches Syndrom") erkrankt. Diese Form führt im Extremfall zu akutem Nierenversagen und steht im Verdacht, die Nieren der Betroffenen nachhaltig zu schädigen. Landesweit sind 21 weitere Erkrankte bekannt. Allerdings ist hier ein Zusammenhang zum EHEC-Erreger noch nicht im Labor bestätigt worden.

Das Ministerium machte am heutigen Donnerstag darauf aufmerksam, dass die offizielle Zahl sämtliche Fälle seit Anfang Mai wiedergeben. Die Zahl der aktuell erkrankten Personen liegt deutlich darunter. Viele der Erkrankten erfreuen sich inzwischen wieder bester Gesundheit, so der Hinweis der Ministerialen. Eine "Abmeldepflicht" bestehe aber nicht, so der Hinweis der Offiziellen. Inzwischen hat die Landesregierung jedoch eine Befragung der Krankenhäuser im Lande in Auftrag gegeben, um sich so einen Überblick über das momentane Lagebild zu verschaffen. Auftraggeber der Befragung ist die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen KG NRW. Die Ergebnisse werden sich jedoch nach Aussage des Ministeriums verzögern, weil den Befragten eine Frist bis 21. Juni eingeräumt wurde.

Wie auch in Gesamt-NRW hat sich auch die Zahl der EHEC-Erkrankungen in der größten Kommune des Landes deutlich beruhigt. Bereits vor Pfingsten zeichnete sich ab, dass sich EHEC und seine Verlaufsvariante HUS wohl nicht zu einer Pandemie weiter entwickeln werden. In der Domstadt blieb die Zahl der EHEC-Erkrankungen mit weiterhin 27 bestätigten Fällen nahezu konstant. Vier Personen sind in Köln an der HUS-Variante erkrankt. Im Laufe der vergangenen 24 Stunden kam jedoch ein Verdachtsfall neu hinzu. Nun sind es drei Erkrankte, deren Symptome auf EHEC hinweisen. Allerdings müssen in diesen Fälle noch die Laboruntersuchungen abgewartet werden.







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