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23. 05. 2012
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Zum Osterfest beginnt die Europäische Impfwoche


20.04.2011 18:24 von:

Schlagwörter: Köln,Bundeszentrale,BzGA,2011,RKI,April,Impfwoche,Impfung,Gesundheitsschutz,Vorb

Am kommenden Samstag beginnt die so genannte "Europäische Impfwoche”. Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler rief die Bevölkerung im Vorfeld der europaweiten Aktionswoche dazu auf, Impfungen als effektive und kostengünstige Präventivmaßnahme zu betrachten. Unterstützt wird die Regierung dabei von der Kölner Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. Dabei hat die Bundesregierung in jüngster Zeit durch gesetzliche Neuregelungen versucht, die Schwellen für Impfungen zu senken. Im Kern wurden dadurch Impfstoffe erheblich günstiger, wie die BzGA am gestrigen Dienstag verkündete. Gesetzliche und private Krankenversicherungen zahlen seit Januar 2011 keine höheren Impfstoffpreise mehr als der Durchschnittspreis in den vier Nachbarländern mit den nächstfolgenden Bruttonationaleinkommen. Das Nähere muss allerdings noch der Spitzenverband Bund der Krankenkassen regeln. Zudem können einzelne Krankenkassen ihre Impfstoffe auch ausschreiben, erläuterte die Bundeszentrale weiter. Außerdem werden Impfvereinbarungen der Krankenkassen mit Ärzten über die Durchführung von Impfungen schiedsfähig, so dass solche Verträge nun herbeigeführt und nicht mehr blockiert werden können. Das ermöglicht es auch dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, den Impfschutz in Kindergärten, Schulen, an Arbeitsstätten und in Heimen in Kooperation mit den Krankenkassen neu zu organisieren, hieß es dazu weiter.

Impfschutz fängt früh an

Aus Sicht der öffentlichen Gesundheitsschützer ist erfreulich, dass die Zahl der geimpften Schulanfänger in den vergangenen Jahren wieder kontinuierlich gestiegen und schließlich auf hohem Niveau verblieben ist. Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2009 werden in Kürze im Epidemologischen Bulletins veröffentlicht. Insbesondere bei der so genannten "Kinderkrankheit" Masern gebe es aber Lücken, hier vor allem bei der zweiten Schutzimpfung. Die Folgen sind bei dieser Infektionskrankheit wieder steigende Fallzahlen in Deutschland. Nach 571 Fällen im Jahr 2009 erkrankten im vergangenen Jahr bereits 780 Personen an Masern. In 2011 sind es bislang bereits 230 Fälle, wie die BzGA weiter bekannt gab. In Deutschland ist das RKI mit der Kontrolle und Analyse der entsprechenden Fall- und Impfzahlen beauftragt. Die so genannte "Polio-Surveillance" wurde erst Ende März dieses Jahres mit einer konstituierenden Sitzung der "Kommission für die Polioeradikation" auf eine neue Grundlage gestellt. "Für die Förderung der Impfbereitschaft sind auch verstärkte Kommunikationsaktivitäten notwendig, die an den Zielgruppen ausgerichtet sind und aus Akzeptanzgründen industrieunabhängig sein sollten" betonte Prof. Dr. Reinhard Burger, Präsident des Robert Koch-Instituts. So stehen die Fachkräfte bei der Europäischen Impfwoche im Fokus der Initiative. Das RKI organisiert dazu eine einwöchige Fachveranstaltung. "Ein vollständiger Impfschutz ist der beste Weg, um sich und andere vor einer Vielzahl von Infektionskrankheiten zu schützen. Schutzimpfungen sind ein wichtiger Baustein der gesundheitlichen Vorsorge – und das in jedem Lebensalter", so Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Weitere Informationen zum Informationsangebot der Kölner Bundeszentrale zu diesem Thema finden sie unter: www.impfen-info.de.







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