23. 05. 2012
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125 Integrationsagenturen in NRW sollen Integration vorantreiben
Rund 200 Fachkräfte arbeiten in den 125 Integrationsagenturen in
Nordrhein-Westfalen. Laschet bezeichnete die zügige Umsetzung und die
neuen Aufgaben der Zentren als einen wichtigen Schritt „auf dem Weg,
Nordrhein-Westfalen zum Land der neuen Integrationschancen zu machen".
Integration könne dabei nur vor Ort gelinge, betonte Laschet vor dem
nahenden Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin. Im Kölner Stadtgebiet
wird es fortan elf Integrationszentren geben, wie das Ministerium
weiter bekannt gab. Träger der Integrationszentren in der Domstadt sind
der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Caritasverband, die
Arbeiterwohlfahrt, das Deutsche Rote Kreuz, der Evangelische
Kirchenverband Köln sowie die Synagogen-Gemeinde Köln.
Mit der inhaltlichen Umgestaltung und dem Ausbau der bestehenden
Migrationsfachdienste zu Integrationsagenturen soll die Arbeit der
Integrationsfachkräfte vor Ort zielgenau auf die Bedürfnisse der
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ausgerichtet werden. "Wir brauchen
eine moderne Integrationspolitik, die die Zugewanderten selbst mit
einbezieht", erklärte der zuständige Minister weiter. Die
Landesregierung habe bei dieser Neuausrichtung eng mit den
Wohlfahrtsverbänden (Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Diakonisches Werk,
Deutsches Rotes Kreuz, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Jüdische
Landesverbände) zusammengearbeitet. Konzentrierten sich die 90
Migrationsfacheinrichtungen bislang eher auf klassische Betreuungs- und
Beratungsarbeit, so steht jetzt das aktivierende Element der Arbeit im
Mittelpunkt. Dazu arbeiten die jetzigen Integrationsagenturen eng mit
den Zugewanderten selbst und mit Migrantenorganisationen zusammen.
"Durch diese aktive Einbindung der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
versprechen wir uns eine verbesserte und aktivierende Arbeit im Sinne
von mehr Eigenverantwortung", hofft Laschet.
Die Integrationsagenturen wollen mehr präventiv agieren, indem sie
stärker auf die Zugewanderten vor Ort zugehen und dezentral dort tätig
werden, wo Hindernisse für die Integration existieren und es im
Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Herkunft Probleme gibt.
Die Integration soll dabei vor Ort, also im Viertel und in den Kommunen
stattfinden. Viele Akteure seien daran beteiligt, hieß es dazu weiter.
Die neuen Integrationsagenturen unterstützen und begleiten stärker als
die bisherigen Fachdienste die sozialen Einrichtungen vor Ort bei der
so genannten "interkulturellen Öffnung". Sie stärken die Kompetenz von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kindergärten, Krankenhäusern und
Seniorenheimen im täglichen Umgang mit Zugewanderten und
sensibilisieren sie für die Belange der Menschen mit
Zuwanderungsgeschichte. Außerdem fördern sie gerade in Stadtteilen mit
sozialen Problemlagen die Eigeninitiative von
Migrantenselbstorganisationen und qualifizieren bürgerschaftlich
Engagierte in der Integrationsarbeit weiter. Gemeinsam mit den
Zugewanderten sollen durch eine bessere Vernetzung der
Selbstorganisationen und mehr Erfahrungsaustausch untereinander deren
Kompetenzen erweitert werden.
Weitere Informationen zum Stand der Neuausrichtung der
Migrationsfachdienste zu Integrationsagenturen gibt es auch im Internet
unter www.mgffi.nrw.de.


























