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23. 05. 2012
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125 Integrationsagenturen in NRW sollen Integration vorantreiben


25.01.2009 07:12 von:

Schlagwörter: Gesellschaft,Integration,NRW,Integrationsagentur,Armin Laschet,Zuwanderung

Rund 200 Fachkräfte arbeiten in den 125 Integrationsagenturen in Nordrhein-Westfalen. Laschet bezeichnete die zügige Umsetzung und die neuen Aufgaben der Zentren als einen wichtigen Schritt „auf dem Weg, Nordrhein-Westfalen zum Land der neuen Integrationschancen zu machen". Integration könne dabei nur vor Ort gelinge, betonte Laschet vor dem nahenden Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin. Im Kölner Stadtgebiet wird es fortan elf Integrationszentren geben, wie das Ministerium weiter bekannt gab. Träger der Integrationszentren in der Domstadt sind der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Caritasverband, die Arbeiterwohlfahrt, das Deutsche Rote Kreuz, der Evangelische Kirchenverband Köln sowie die Synagogen-Gemeinde Köln.

Mit der inhaltlichen Umgestaltung und dem Ausbau der bestehenden Migrationsfachdienste zu Integrationsagenturen soll die Arbeit der Integrationsfachkräfte vor Ort zielgenau auf die Bedürfnisse der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ausgerichtet werden. "Wir brauchen eine moderne Integrationspolitik, die die Zugewanderten selbst mit einbezieht", erklärte der zuständige Minister weiter. Die Landesregierung habe bei dieser Neuausrichtung eng mit den Wohlfahrtsverbänden (Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Diakonisches Werk, Deutsches Rotes Kreuz, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Jüdische Landesverbände) zusammengearbeitet. Konzentrierten sich die 90 Migrationsfacheinrichtungen bislang eher auf klassische Betreuungs- und Beratungsarbeit, so steht jetzt das aktivierende Element der Arbeit im Mittelpunkt. Dazu arbeiten die jetzigen Integrationsagenturen eng mit den Zugewanderten selbst und mit Migrantenorganisationen zusammen. "Durch diese aktive Einbindung der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte versprechen wir uns eine verbesserte und aktivierende Arbeit im Sinne von mehr Eigenverantwortung", hofft Laschet.

Die Integrationsagenturen wollen mehr präventiv agieren, indem sie stärker auf die Zugewanderten vor Ort zugehen und dezentral dort tätig werden, wo Hindernisse für die Integration existieren und es im Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Herkunft Probleme gibt. Die Integration soll dabei vor Ort, also im Viertel und in den Kommunen stattfinden. Viele Akteure seien daran beteiligt, hieß es dazu weiter. Die neuen Integrationsagenturen unterstützen und begleiten stärker als die bisherigen Fachdienste die sozialen Einrichtungen vor Ort bei der so genannten "interkulturellen Öffnung". Sie stärken die Kompetenz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenheimen im täglichen Umgang mit Zugewanderten und sensibilisieren sie für die Belange der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Außerdem fördern sie gerade in Stadtteilen mit sozialen Problemlagen die Eigeninitiative von Migrantenselbstorganisationen und qualifizieren bürgerschaftlich Engagierte in der Integrationsarbeit weiter. Gemeinsam mit den Zugewanderten sollen durch eine bessere Vernetzung der Selbstorganisationen und mehr Erfahrungsaustausch untereinander deren Kompetenzen erweitert werden.

Weitere Informationen zum Stand der Neuausrichtung der Migrationsfachdienste zu Integrationsagenturen gibt es auch im Internet unter www.mgffi.nrw.de.







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