Wetter

Webtipps:
Bei der Anzahl an Gesetzten kann ein Ratgeber für Recht Licht ins Dunkel bringen.

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





23. 05. 2012
Seite drucken

91 türkische Mütter erhalten Urkunde für Rucksack-Projekt


26.06.2009 11:00 von:

Schlagwörter: Köln,Rucksack,Projekt,Integration,Grundschule,Kindertagesstätte,Eltern,Sprachför

91 türkische Mütter sind in dieser Woche mit einer Urkunde in der Piazetta des Historischen Rathauses geehrt worden. Sie allen haben an dem "Rucksack-Projekt" teilgenommen, dass die Eltern von Kindern mit Zuwanderungshintergrund besser die Sprache ihres Lebensmittelpunktes erlernen. Die Chance, bereits in seiner frühestens Jugend Zugang zu zwei kulturellen und damit auch sprachlichen Welten zu haben, bezeichnete Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma als "großer Schatz" für die Domstadt. Sprachförderung in deutsch ist nach Meinung der Mehrheit deutscher Bildungsexperten der Schlüssel für eine bessere Integration von Menschen mit Zuwanderungshintergrund in die deutsche Mehrheitsgesellschaft. Doch das Rucksack-Programm ist keineswegs der Aufruf zur Assimilierung. Das weiß auch der studierte Pädagoge Schramma, der in seiner Rede an die Gewürdigten auch darauf aufmerksam machte, dass Erfolge beim Sprachtraining vor allem beiden Sprachen – der Muttersprache und dem Deutschen – zugute kommen soll. "Und einen Erfolg beim Erlernen der deutschen Sprache gibt es oftmals nur, wenn die Förderung der Sprachentwicklung auch die Herkunftssprache einbezieht. Auch deshalb gilt es beide Sprachen gleichermaßen zu fördern. Und dieses schafft das Programm durch die Einbeziehung der Mütter", so Schramma weiter.

Bei dem Rucksack-Projekt gehen die Mütter von Kinder aus Zuwandererfamilien mit einem eigenen Rucksack in die Schule oder den Kindergarten. Durch die gemeinsame Beschäftigung erhalten die Eltern einen Einblick in die Erziehungsmethodik und –inhalte ihres Nachwuchses und werden durch eine Sprachunterrichtung selbst zu besseren Lernpartnerinnen ihrer Kinder. Elternbegleiter helfen bei Problemen, einmal pro Woche treffen sich die Mütter, um gemeinsam über die gemachten Erfahrungen zu berichten und sich gegenseitig durch Austausch von Informationen zu unterstützen. Zwei der Mütter, die seit Auflegung des Programm im Jahr 2004 an der Initiative teilgenommen hatten, arbeiten inzwischen als Erzieherinnen an städtischen Kindertagesstätten. Für Schramma ist das Rucksack-Projekt zudem noch einen anderen wichtigen Aspekt. Hier arbeiten mehrere Dienststellen der Stadt seit Jahren weitgehend geräuschlos und effizient zusammen.

So liegt die Gesamtleitung des Projekts bei der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien in Köln. Mit dem Kölner Amt für Kinder, Jugend und Familie gibt es eine intensive Zusammenarbeit. Das Familienforum Agnesviertel führt die Schulungen der Elternbegleiterinnen im Auftrag der kommunalen Behörden durch. Hier kam das Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration ins Spiel. Integrationsrat und Schulbehörde arbeiten ebenfalls in dem Projekt zusammen. Das Programm wird von der RheinEnergieStiftung Jugend Familie Beruf finanziell gefördert. Derzeit nehmen elf Grundschulen und fünf Kindertagesstätten an dem Projekt teil, hieß es dazu weiter. Das Rucksack-Programm wird derzeit in Köln nur in türkischer Sprache durchgeführt.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse