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23. 05. 2012
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Allensbach-Studie: Zahl der Ausländer und Migranten in Vorstandsetagen gering


19.08.2011 20:08 von:

Schlagwörter: Köln,Personalentwicklung,Integration,Ausländer,Führungsgremium,2011,August,Allen

Die Zahl der ausländischen Managerinnen und Manager in den Führungsgremien deutscher Unternehmen ist unverändert gering. Wie das Meinungsforschungsinstitut Allensbach in einer aktuellen Untersuchung herausfand, gibt es bisher kaum Ausländer in den Chefetagen. Nur etwa sechs Prozent der Führungskräfte in deutschen Unternehmen kommen aus dem Ausland. Bei großen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern sind es derzeit immerhin fast zehn Prozent. Bei kleineren Unternehmen liegt die Quote von ausländischen Führungskräften hingegen deutlich niedriger, in der Regel zwischen drei und fünf Prozent. Das hat eine aktuelle repräsentative Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach von 501 deutschen Unternehmen im Auftrag der Personalberatung Penning Consulting ergeben.

"Das Ergebnis dieser Befragung sollte Unternehmen aufrütteln. In einer solchen Situation müssen wir exzellente Bewerber aus dem Ausland anlocken", sagt Personalexperte Stephan Penning, Gründer und Geschäftsführer des gleichnamigen Beratungsunternehmens. Angesichts ist dieser Umstand ein Luxus, den sich deutsche Unternehmen nicht allzu lange erlauben können, meinen die Autoren der Studie. Dabei haben es Menschen mit einer anderen Staatsbürgerschaft in Deutschland besonders schwer, in die Leitungsposition zu gelangen. Einer der Gründe dürfte auch darin liegen, dass die strategische Ausrichtung der Personalabteilungen Mängel aufweist, meint der Personaldienstleister. So verfügen heute noch immer fast ein Drittel der deutschen Firmen über kein klar definiertes strategisches Personalentwicklungskonzept. "Viel zu wenige adressieren auch die ausländischen Bewerbermärkte, um die Qualität und Quantität des Kandidatenpools zu steigern", erklärte Penning. Zwar bieten ausnahmslos alle Unternehmen Schulungen an, klar strukturierte Einarbeitungs- und Trainingsprogramme sind aber vor allem im Mittelstand noch nicht flächendeckend vorhanden. Jedes fünfte Unternehmen hat noch kein solches Programm aufgelegt. Das aber sei zu wenig, wie der Personaldienstleister weiter kritisierte.

Immerhin sieht es bei der so genannten Jobrotation etwas günstiger aus. Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen bieten den eigenen Beschäftigten eine solche Form der Arbeitsplatz- und Personalentwicklung an. Auch hier sind die großen Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten etwas besser aufgestellt, immerhin gibt es hier diese Möglichkeit bereits in jeder zweiten Firma. Auch die Integration der Familien und die damit zusammenhängende Unternehmenskultur ist in Deutschland weiterhin unterentwickelt. Ein Viertel der deutschen Unternehmen bietet Jobangebote für den Partner sowie betriebliche Kinderbetreuung an. Bei kleinen Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern ist dies aber noch viel seltener ausgeprägt: Nur sieben Prozent der Mittelständler haben eine betriebliche Kinderbetreuung eingerichtet, fanden die Meinungsforscher heraus. In der Studie wurden 501 Entscheider zu ihrer Personalpolitik befragt. Der Auftraggeber ist ein Personaldienstleister mit Hauptsitz in Düsseldorf.







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