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23. 05. 2012
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DGB und Ditib demonstrieren Schulterschluss


25.01.2009 07:13 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Ehrenfeld,DGB.Ditib,Moscheebau,Schulterschluss,Demokratie,Integration,

Doch die jüngsten Ereignisse haben dem heutigen Besuch beim Nachbarn Ditib (Entfernung weniger als 500 Meter) eine zusätzliche Brisanz verliehen, so der Vorsitzende des DGB-Regionsvorstandes Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen. „Es ist für uns keine Frage, dass sie als Religionsgemeinschaft das Recht auf ein angemessenes Gotteshaus haben soll. Eine kleine rechtsextremistische Minderheit („pro Köln“) versuche die Menschen in Aufregung und Ängste zu versetzen. Der Bau einer Moschee ist für uns Ausdruck demokratischer Kultur“, so der DGB-Chef auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.

Giordano, vor dem er großen Respekt habe, liefere sei es auch ungewollt und unbewusst „solchen Leuten Munition“, immerhin haben muslimische Zuwanderer ihren Teil zum Reichtum dieser Stadt beigetragen, erklärte Uellenberg-van Dawen weiter. Bekir Alboga, der Dialogbeauftragter der Ditib, dankte im Namen des Gastgebers für die deutlichen Worte. „Ich werde jeden Tag bestätigt, dass wir eine starke Demokratie haben. Die Gewerkschaft ist eine Säule der Demokratie“, so Alboga weiter. Der Neubau des Ditib-Gemeindezentrums wird einen wichtigen Impuls für das friedliche Miteinander unterschiedlicher Religionsgemeinschaften bringen, führte der Ditib-Mann und Giordano-Gesprächspartner der vergangenen Woche weiter aus. „Ich hoffe, dass ich bald aus meinem Zimmer im DGB-Haus am Hans-Böckler-Platz auf die beiden Türme ihrer neuen Moschee schauen kann“, so der Gast abschließend.

Die Ditib plant am Standort Venloer Straße / Ecke Innere Kanalstraße ein neues Zentrum mit Moschee zu errichten. Neben den eigentlichen Gebetsräumen entstehen dort vor allem Büro- und Schulungsräume neu. Die Investitionskosten für den Neubau samt Unterkellerung belaufen sich (geschätzt) auf einen mittleren zweistelligen Millionen Euro-Betrag. Zwar ist der Bauantrag noch nicht gestellt. Doch bereits in der kommenden Woche (Dienstag, 29. Mai 2007 im Gymnasium Kreuzgasse) soll eine öffentliche Anhörung zum Vorhaben in Köln-Ehrenfeld durchgeführt werden.

Oberbürgermeister Fritz Schramma gehe das Thema offensiv an, so die Einschätzung des DGB-Regionalchefs. Zudem lud die Gewerkschaft zu einer zentralen Kundgebung „Fest der Demokratie“ am 16. Juni dieses Jahres auf dem Ehrenfelder Neptunplatz ein. Ein zwischenzeitliches Bürgerbehren wurde auf der letzten Ratssitzung am vergangenen Dienstag (15. Mai 2007) wurde wegen Nicht-Erreichung des notwendigen Quorums als nicht zulässig abgewiesen. „Pro Köln“ hatte an diesem Tag eine Demonstration vor dem Historischen Rathaus abgehalten, die jedoch von einer zahlenmäßig stärkeren Gegendemonstration begleitet wurde.







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