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23. 05. 2012
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Ford organisiert vierte Testfahrt für Sehbehinderte


10.07.2011 19:11 von:

Schlagwörter: Köln,Ford,Autobauer,2011,Juli,Community Involvement,Sehbehinderte,Caritas,Projek

Blind und Auto fahren. Was sich auf den ersten Blick wie ein kompletter Widerspruch anhört, könnte möglicherweise schon bald Teil der gelebten Realität werden. Der Kölner Autobauer Ford hat in der vergangenen Woche ein neues Pilotprojekt gestartet. Gemeinsam mit der Stadt Köln und dem Kölner Caritas-Verband haben die Kölner Autobauer im Rahmen ihres so genannten "Community Involvement Projekts" Menschen mit Beeinträchtigungen der Sehkraft zu einer Testfahrt eingeladen. Ort des Ganzen war die hauseigene Teststrecke mit einem Rundkurs von rund 1800 Metern. Absolviert wurde die Fahrt in Ford-Testfahrzeugen.

Auch Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters war auf der Eröffnung des Projekts im Kölner Norden zugegen, schließlich hat das Kölner Stadtoberhaupt auch die Schirmherrschaft über dieses Projekt übernommen. Am vergangenen Freitag war es dann so weit. Zusammen mit 53 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ford-Community-Involvement-Projekt gingen die Testfahrerinnen und Testfahrer trotz Sehschwäche und Sehbehinderung ans Autofahren. Das Projekt findet in Kooperation mit dem Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. seit 2005 im jährlichen Rhythmus statt. So konnten rund 30 Blinde und stark Sehbehinderte wieder hinter dem Steuer sitzen. Neben der Fahrt mit dem Auto stand für die Besucher auch eine spezielle Führung an. Fachleute des Kölner Autokonzerns informierten dabei über Details wie Sattelauflieger, Werkstoffe oder die Crash-Tests im eigenen Testzentrum. Auch ein Akustiklabor und ein so genannter Überschlagsimulator stand auf dem Programm. Danach gab es dann noch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Stadt, des ADAC sowie der Blinden-Selbsthilfevereine.

Schon seit längerer Zeit sind die verschiedenen Akteure in der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik an einem Tisch mit Lösungen zur gleichberechtigten Teilhabe beschäftigt. Seither haben sich zahlreiche Initiativen gebildet. Dabei sind an Neubauvorhaben die Belange von Menschen mit Behinderungen im Allgemeinen bereits in der Planungsphase berücksichtigt, wie verschiedene inzwischen realisierte Planungen im Stadtgebiet zeigen. Trotzdem warten immer noch viele Herausforderungen und Aufgaben auf die Behindertenorganisationen. Beispiele wie die Verkehrswegeführung am Rudolfplatz zeigen, dass in Köln behindertengerechte Stadtgestaltung an vielen Stellen noch Wunschdenken ist.

Die Zusammenarbeit zwischen Ford und dem Kölner Caritas-Verband existiert bereits seit dem Jahr 2004. Ford steuert im Rahmen seines Ehrenamtsprojekts unentgeltlich das Know-how und die Arbeitskraft seiner Mitarbeiter für soziale Projekte zur Verfügung. Für diese gemeinnützigen Community Involvement-Projekte werden Ford-Beschäftigten für bis zu zwei Tage pro Jahr von ihrer eigentlichen beruflichen Tätigkeit freigestellt. Insgesamt wurden so seit Beginn des Programms im Mai 2000 bis Ende 2010 über 1000 Projekte von über 8400 ehrenamtlichen Helfern umgesetzt. Das bedeutet immerhin die stolze Zahl von fast 140.000 Arbeitsstunden als Investition für das Gemeinwohl, wie der Kölner Autokonzern abschließend ausführte. Das Projekt ist ein weiterer Beitrag zum "Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011". Für den Diözesan-Caritasverband ist es ein weiteres Projekt im Rahmen ihrer aktuellen Kampagne "Kein Mensch ist perfekt", mit dem der Verband auf die Anliegen behinderter Menschen aufmerksam machen will.

Weitere Informationen zur Caritas-Kampagne finden sie im Internet unter: www.kein-mensch-ist-perfekt.de.







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