23. 05. 2012
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Gefangen zwischen Hierbleiben und Wegziehen
(js) Sie leben in Deutschland – wurden hier geboren oder kamen als Aussiedler, als Flüchtlinge, als Asylbewerber, aus Liebe oder zur Ausbildung. Nicht alle wollen hier bleiben, manche wollen zurück in ihre Heimat, die sie nie gesehen haben. Oder sie erhoffen sich dort eine bessere Karriere – weil es dort egal ist, dass sie aus Glaubensgründen ein Kopftuch tragen. Und mancher, der hier bleiben will, hat Angst, jeden Moment abgeschoben zu werden in ein Land, dessen Sprache er nicht kann.
Die 15- bis 20-jährigen Migrantinnen und Migranten, deren Porträts jetzt in der VHS Nippes zu sehen sind, leben in "Zwei Welten", zwischen Entwurzelung und Neuanfang. Es sind ruhige Farbaufnahmen, auf denen nichts vom offenen Blick der Dargestellten ablenkt, deren Kopf fast die ganze Bildfläche füllt. Ergänzt werden die Aufnahmen von kurzen schriftlichen Selbstaussagen zum eigenen Leben, zu Wünschen und Ängsten. "Zwei Welten" ist ein Projekt der holländischen Fotokünstlerin Annet van der Voort für DGB und VHS in Nordrhein-Westfalen. Nach Köln geholt wurde die Wanderausstellung von der Volkshochschule und der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien. Zur Eröffnung wies Jugenddezernentin Agnes Klein auf den Gewinn hin, den die Jugendlichen, die mindestens zwei Sprachen sprechen, für die Wirtschaft bedeuten können.
"Zwei Welten" – bis 26.3., VHS Nippes, Neusser Str. 450, Mo-Fr 9-21.30 Uhr, Sa und So 10-18 Uhr, Eintritt frei


























