23. 05. 2012
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In NRW startet das Netzwerk Integration durch Bildung
Für die beiden zuständigen Minister Barbara Sommer und Armin Laschet
bedeutet der heutige Auftakt einen weiteren „großen Fortschritt“ bei
der Integration. „Jetzt können alle Kommunen von den Angeboten und
langjährigen Erfahrungen der "Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung
von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien" (RAA)
profitieren“, wirbt Laschet. „"Die vielfältigen neuen Angebote sind
wertvoll für alle, die sich in den Kommunen, insbesondere in den
Schulen, mit wichtigen Themen der Integration praxisbezogen
beschäftigen“, ergänzte Schulministerin Sommer. Das neue Netzwerk
"Integration durch Bildung", das am 1. August an den Start geht, soll
die Integration weiter vorantreiben. Die beiden CDU-Politiker betonten
beim heutigen Projektauftakt, dass dieses Projekt „ein weiterer
Meilenstein auf dem Weg zu mehr Chancengleichheit und mehr Integration
in unserer gemeinsamen Heimat Nordrhein-Westfalen“ sei.
Einer der Schwerpunkte ist die Verbesserung der Bildungssituation von
Kinder und Jugendlichen mit einem Zuwanderungshindergrund. 14
ausgesuchte Produkte haben die RAA-Landesstelle zusammen mit den beiden
Ministerien zusammengestellt, darunter verschiedene Konzepte zur
Sprachförderung, Elternbildung in Kindertageseinrichtungen oder
zweisprachige Alphabetisierungen. Hinzu kommen weitere Instrumente wie
zum Beispiel ein theaterpädagogisches Berufswahltraining, einen
Zertifikatekurs „Interkulturelle Kompetenz“ sowie weitere Beratungs-
und Fortbildungsangebote. Sowohl der Elementarbereich bis hin zum
Übergang Schule/Beruf soll damit abgedeckt werden. Auch für Städte und
Gemeinde, die nicht Mitglied im RAA-Verbund sind, sollen die Angebote
gegen eine Kostenerstattung zur Verfügung gestellt werden, hieß es dazu
weiter.
Durch die Netzwerke soll ein Rahmen geschaffen werden, an dem sich die
verschiedenen kommunalen Fachverwaltungen orientieren können. Dem
Werkzeugkasten-Prinzip folgend kann jede Kommune selbst entscheiden,
welches der Module sie im eigenen Bereich einsetzen will. Man müsse
schließlich nicht in jeder Kommune gleiche oder ähnliche Konzepte
entwickelt werden. Die RAA sind Einrichtungen in Trägerschaft von
Kommunen und Kreisen. Sie werden durch das Land gefördert. Die ersten
Einrichtungen bestehen seit 1980. Heute gibt es landesweit 27 lokale
RAA sowie eine Hauptstelle mit Sitz in Essen. Vor zwei Jahren
verabschiedete die Landesregierung einen "Aktionsplan Integration", der
die RAA zu einem Netzwerk "Integration durch Bildung" weiter entwickeln
sollte. Nun soll das Angebot in den Kommunen bekannter gemacht werden,
kündigten die Verantwortlichen abschließend an.
Weitere Informationen zum Netzwerk und seinen Angeboten gibt es auf der
Internetseite der RAA unter
www.raa.de/netzwerk-integration-durch-bildung.html.


























