23. 05. 2012
Seite drucken
Integrationsrat beschließt weitere Resolution
In einer einstimmig beschlossenen Resolution setzt sich das Gremium
ausdrücklich „für das gleichberechtigte Miteinander und gegen jede Form
von Fremdenfeindlichkeit und Angriffen auf die demokratische Verfassung
der Bundesrepublik Deutschland“ ein. Die geplante
Wochenendveranstaltung sei demnach ein „Angriff auf die Verfassung“,
wie die Mitglieder in der Resolution ausführen. Alle Bürgerinnen und
Bürger werden dabei dazu aufgerufen, sich gegen die von „pro Köln“ und
den anderen rechten Gruppen getätigten demokratie-, ausländer- und
menschenfeindlichen Aussagen zu stellen.
Breite Unterstützung aller Fraktionen
Auch von der politischen Seite kamen diesmal keine Störfeuer. Für
SPD-Ratsfrau Susanna dos Santos Herrmann ist die Unterstützung dieser
Initiative „selbstverständlich“. „Das demokratische Köln zeigt
Gesicht“, so die integrationspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Für
Grünen-Ratsherr Ossi Helling hat sich die das Bild der „Bürgerbewegung
pro Köln“ damit aber auch verändert. Gab sich pro Köln bislang immer
gerne als „bürgerlich-konservativ“, so haben die Organisatoren dieses
Kongress „damit bewiesen, dass sie ein wichtiger Knotenpunkt
antidemokratischer rechtsextremer Kräfte sind“, wie der
integrationspolitische Sprecher der Grünen deutlich machte. Selbst die
Verwaltung legte ihre Zurückhaltung in politischen Dingen ab und fand
durch ihre Integrationsdezernentin Marlis Bredehorst kräftige Worte.
Die Veranstaltung sei eine „Schande“ für Köln, eine Resolution dagegen
hingegen „wichtig“ für Köln, so Bredehorst.
Selbst die Christdemokraten, sonst nicht gerade bekannt für ihre
ungeteilte Unterstützung von Resolution des Integrationsrates, machten
mit. Deren Vertreter Ralph Elster warnte die Anwesenden davor, dass
sich „pro Köln“ mit der Instrumentalisierung von Themen als „Freunde
der Bürger“ aufspielen. Eine Mitverantwortung sieht er auch bei den
Medien, die seiner Meinung nach deutlich machen sollten, „welch
falsches Spiel pro Köln treibt“. Das Wichtigste aber, und dabei dachte
Ratsherr wohl auch an die Worte seines Parteifreundes und
Oberbürgermeisters Fritz Schramma, dass die Proteste friedlich
ablaufen. Elster, für die CDU im Stadtbezirk Ehrenfeld engagiert,
spricht da aus eigener Erfahrung. „Nur der Polizei war es bei anderen
Demos gelungen, eine gewalttätige Auseinandersetzung zu verhindern“, so
der Kommunalpolitiker abschließend.


























