23. 05. 2012
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Interkulturelle Brückenbauer erhalten Goldenen Hammer 2008 des Landesjugendrings
Geehrt wurden verschiedene Personen und Projekte, die sich in
besonderer Art und Weise um Integration und Jugendarbeit verdient
gemacht haben. Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin
Laschet lobte die Arbeit der Initiatoren und den Ansatz des
Wettbewerbs. "Wir brauchen eine offensive Integrationspolitik. Nur so
können wir die vor uns liegenden Herausforderungen bewältigen. Dazu
gehört vor allem auch, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
ausreichende Möglichkeiten auf Teilhabe und Entfaltung besitzen",
erklärte Laschet, der innerhalb seines Ressort auf für die
Jugendpolitik zuständig ist.
In Nordrhein-Westfalen leben nach amtlichen Statistiken über 4,1
Millionen Zuwanderinnen und Zuwanderer. Das bedeutet, jede vierte
Einwohnerin beziehungsweise jeder vierte Einwohner hat eine
Zuwanderungsgeschichte. Bei den Kindern bis zum fünften Lebensjahr sind
es mit 38 Prozent sogar deutlich mehr. Damit ist klar: Menschen mit
Zuwanderungsgeschichte werden die Zukunft von Nordrhein-Westfalen
maßgeblich mit gestalten. Die neue Landesregierung hat das Thema
"Zuwanderung und Integration" von Anfang an zu einem Schwerpunkt ihrer
Politik gemacht, hob Laschet hervor. Nordrhein-Westfalen war zudem das
erste Bundesland in Deutschland, dass sich ein eigenes
Integrationsministerium geschaffen habe. Mit einem vor knapp zwei
Jahren verkündeten 20-Punkte umfassende "Aktionsplan Integration" ist
das integrationspolitische Handlungsprogramm der Landesregierung
abgesteckt. Es wird zurzeit Schritt für Schritt umgesetzt, versicherte
der zuständige Landesminister weiter.
Von besonderer Bedeutung ist die Berücksichtigung von Menschen mit
Zuwanderungsgeschichte in der Kinder- und Jugendarbeit. Hier führt das
Jugend- und Integrationsministerium zusammen mit dem Landesjugendring
das Projekt "Ö" durch. Die neue Initiative verbindet die
interkulturelle Öffnung der zugewanderten Kinder und Jugendlichen mit
der politischen Partizipation. Mit dem Projekt soll eine stärkere
interkulturelle Öffnung der Jugendringe und Jugendverbände erreicht
werden. Ziel ist es, dass mehr Kinder und Jugendliche mit
Zuwanderungsgeschichte die Angebote der Jugendverbandsarbeit in
Anspruch nehmen und sie sich auch stärker in der Jugendverbandsarbeit
engagieren. Hierzu gehört auch, Migrantenselbstorganisationen zu
unterstützen und den Austausch und die Kooperation mit ihnen zu
stärken. Das Projekt "Ö" ist Anfang 2008 gestartet und läuft bis zum
Jahr 2010. Das Jugendministerium fördert Projekte in diesem Jahr mit
Landeszuschüssen in Höhe von insgesamt 188.000 Euro.


























