23. 05. 2012
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Keine Neuigkeiten zum Moscheebau in Köln-Ehrenfeld
So muss die Stadt die insgesamt rund 900 Eingaben betroffener
Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der so genannten „Offenlage“
einarbeiten. Danach müssen sich Stadtentwicklungsausschuss und Stadtrat
mit der Vorlage der Verwaltung beschäftigen und darüber beschließen.
Erst im Anschluss an diesen Beschluss kann der Bauherr den Bauantrag
stellen und so mit den Bauarbeiten beginnen. Bereits am 23. Januar
dieses Jahres hatte die Ditib und Oberbürgermeister Fritz Schramma in
einer gemeinsamen Pressekonferenz die nachträglichen Planänderungen
bekannt gegeben. So wollte der Bauherr nach Gerüchte um angebliche
Finanzierungsschwierigkeiten des Sakralbaus vor allem das ursprünglich
vorgegebene zweite Tiefgaragengeschoss einsparen. Oberirdisch musste
die Ditib zudem geringere Einzelhandelsflächen akzeptieren. Die
zeitlichen Verzögerungen seien auf der damaligen Pressekonferenz
„hinreichend thematisiert“ worden, erklärte dazu Ditib-Geschäftsführer
Mehmet Yildirim.
Fertigstellung erst nach Kommunalwahl / nächster Schritt im April
So wird das ursprüngliche Vorhaben, durch die Fertigstellung der
Moschee das Thema zumindest im Stadtteil Ehrenfeld im Jahr 2009 aus dem
Kommunalwahl herauszuhalten, wird schon zum jetzigen Zeitpunkt
unmöglich realisierbar sein. Das sei jedoch schon vor sechs Wochen klar
gewesen, erklärte Yildirim weiter. Die Ditib äußerte ihr Unverständnis
darüber, dass „tatsächlich nichts Neues“ berichtet wurde. Auch dem
Bauherrn selbst lägen demnach keine neuen Erkenntnisse vor. Yildirim
bestätigte in einer eigenen Presseerklärung, dass ein „antragsfähiger
Entwurf“ derzeit in Bearbeitung ist und im kommenden Monat eingereicht
werden soll. Im Mai soll dann der notwendige Erschließungsvertrag
zwischen der Stadt Köln und der Ditib geschlossen werden. Das werde man
beizeiten auch der Öffentlichkeit vorstellen, hieß es dazu abschließend.


























