23. 05. 2012
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Kinder aus Zuwandererfamilien nur halb so häufig in Kitas
Die Quote der Unterdreijährigen, die sich in einer Kindertageseinrichtung oder in der Obhut von Tageseltern befinden, liegt bei Kinder aus Zuwandererfamilien deutlich unter der Gesamtbetreuungsquote. Das meldete am heutigen Donnerstag das Statistische Bundesamt Destatis. Bundesweit lag die Betreuungsquote der Unterdreijährigen mit Migrationshintergrund zum Stichtag 1. März 2011 bei lediglich 14 Prozent. Bei den gleichaltrigen Kindern ohne Migrationshintergrund war sie mit rund 30 Prozent mehr als doppelt so hoch. Insgesamt und über alle Bundesländern hinweg befand sich im Frühjahr 2011 jedes Vierte Kind in der so genannten „U3-Betreuung“, wie die Bundesstatistiker mitteilten.
Per Definition haben Kinder dann einen Migrationshintergrund, wenn wenigstens einer der beiden Elternteile einen Zuwanderungshintergrund hat, ausländischer Herkunft sind oder direkt aus dem Ausland stammen. Die Staatsangehörigkeit spielt dabei keine Rolle. Auch im klassischen Kindergarten der Drei- bis Fünfjährigen kommen Migrantenkindern nicht ganz an das Niveau der deutschen Kinder heran. Der Abstand ist hier mit 87 zu 97 Prozent allerdings weniger stark ausgeprägt. Im Durchschnitt lag die Betreuungsquote dieser Altersklasse bei 93 Prozent. Seit den Vorjahren hat sich jedoch bei der U3-Betreuung die Quote bei Migrantenkindern in der U3-Betreuung erhöht. Der Anstieg war jedoch mit drei Prozentpunkt geringer als bei den Kindern aus deutschen Familien, die einen Zuwachs von fünf Prozentpunkten verzeichneten.


























