23. 05. 2012
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Kölner Piratenpartei bietet Hilfe bei Einbürgerungstests
Ab dem kommenden Dienstag (16. September 2008) bietet die Formation
jeden Dienstag ab 18:30 Uhr einen Informationsstand am Kölner
Wallrafplatz. Im Rahmen ihrer wöchentlichen Mahnwache wollen die
„Piraten“
Bundesbürger und potenzielle Neubürgerinnen und –bürger Hilfe für den
seit 1. September gültigen Einbürgerungstest geben. Dabei sollen Fragen
zum Test geklärt und dazu weitere Hintergründe gegeben werden.
„Wir möchten aber in besonderem Maße auch alle Bundesbürger einladen,
sich einmal selbst ein Bild vom neuen Einbürgerungstest zu machen“,
erläuterte der politische Geschäftsführer des Kölner Bezirksverbandes
Klaus Wockenfoth. Dabei ließen die Piraten keine Zweifel an ihrer
kritischen Haltung zum Einbürgerungstest. Der ziele mit der Art und
Weise seiner Fragestellung vor allem auf den islamischen Kulturkreis.
Realitätsnähere Fragestellungen wären dem Ansinnen der Regierenden
sicher näher gekommen, betonen die Initiatoren der Aktion. Schließlich
werde von den Einbürgerungsaspiranten mehr Wissen über Staat,
Grundgesetz und Geografie erwartet als von heutigen Schulabgängern ,
argumentieren die Gegner.
Mit ihrer Kritik am Einbürgerungstest stehen die Kölner Piraten nicht
alleine. Auch Linke, und Bündnis 90 / Die Grünen, ja selbst die
SPD-Bundestagsfraktion ließen an dem Katalog aus 300 Fragen im
allgemeinen sowie einigen der zehn Fragen pro Bundesland kein gutes
Haar. Während die Grünen am Tag des Inkrafttretens eine kleine Anfrage
startete und dabei im besonderen fünf Punkte kritisierte,
identifizierte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Sebastian Edathy gleich 72 Fragen, die teilweise unnützes oder schlicht
falsches Wissen abfragen. Auch kritisieren Experten die teilweise
komplexe Formulierung der Fragen. Viele der Einbürgerungswilligen haben
nicht immer ausreichende Sprachkenntnisse, um die kompliziert
formulierten Lösungsvorschläge richtig beurteilen zu können. Selbst
Deutsche hätten hier ihre Schwierigkeiten, so die Kritik der
Bundespolitiker.
Die Kölner Piratenpartei gründete sich im vergangenen Jahr aus einem politischen Stammtisch heraus.


























