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23. 05. 2012
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Kölner Piratenpartei bietet Hilfe bei Einbürgerungstests


14.09.2008 22:00 von:


Ab dem kommenden Dienstag (16. September 2008) bietet die Formation jeden Dienstag ab 18:30 Uhr einen Informationsstand am Kölner Wallrafplatz. Im Rahmen ihrer wöchentlichen Mahnwache wollen die „Piraten“ Bundesbürger und potenzielle Neubürgerinnen und –bürger Hilfe für den seit 1. September gültigen Einbürgerungstest geben. Dabei sollen Fragen zum Test geklärt und dazu weitere Hintergründe gegeben werden.

„Wir möchten aber in besonderem Maße auch alle Bundesbürger einladen, sich einmal selbst ein Bild vom neuen Einbürgerungstest zu machen“, erläuterte der politische Geschäftsführer des Kölner Bezirksverbandes Klaus Wockenfoth. Dabei ließen die Piraten keine Zweifel an ihrer kritischen Haltung zum Einbürgerungstest. Der ziele mit der Art und Weise seiner Fragestellung vor allem auf den islamischen Kulturkreis. Realitätsnähere Fragestellungen wären dem Ansinnen der Regierenden sicher näher gekommen, betonen die Initiatoren der Aktion. Schließlich werde von den Einbürgerungsaspiranten mehr Wissen über Staat, Grundgesetz und Geografie erwartet als von heutigen Schulabgängern , argumentieren die Gegner.

Mit ihrer Kritik am Einbürgerungstest stehen die Kölner Piraten nicht alleine. Auch Linke, und Bündnis 90 / Die Grünen, ja selbst die SPD-Bundestagsfraktion ließen an dem Katalog aus 300 Fragen im allgemeinen sowie einigen der zehn Fragen pro Bundesland kein gutes Haar. Während die Grünen am Tag des Inkrafttretens eine kleine Anfrage startete und dabei im besonderen fünf Punkte kritisierte, identifizierte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Sebastian Edathy gleich 72 Fragen, die teilweise unnützes oder schlicht falsches Wissen abfragen. Auch kritisieren Experten die teilweise komplexe Formulierung der Fragen. Viele der Einbürgerungswilligen haben nicht immer ausreichende Sprachkenntnisse, um die kompliziert formulierten Lösungsvorschläge richtig beurteilen zu können. Selbst Deutsche hätten hier ihre Schwierigkeiten, so die Kritik der Bundespolitiker.

Die Kölner Piratenpartei gründete sich im vergangenen Jahr aus einem politischen Stammtisch heraus.







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