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23. 05. 2012
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Landesministerium will Angebote für ältere Migranten stärker vernetzen


12.10.2008 22:00 von:


Wie das Ministerium am heutigen Montag bekannt gab, sollen dazu die bereits vorhandenen Angebote zielgerichteter ausgerichtet und gleichzeitig besser miteinander vernetzt werden. Städtetag-Hauptgeschäftsführer Dr. Stephan Articus eröffnete am heutigen Montag in Berlin die Veranstaltung „Den demografischen Wandel gestalten: Ältere Menschen mit Migrationshintergrund als Handlungsfeld für Kommunen“. Der Deutsche Städtetag sieht sich dabei seit Aufsetzung des Nationalen Integrationsplanes im Sommer 2007 in der Pflicht, diesen Prozess auf kommunaler Ebene konstruktiv zu begleiten und die Bemühungen der einzelnen Kommunen zu fördern und zu stärken.

Die Städte wollen vor allem die Integration und Teilhabe von älteren Migrantinnen und Migranten verbessern, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen. "In vielen Städten gibt es bereits spezifische Angebote für ältere Migrantinnen und Migranten, beispielsweise im Bereich der Pflege, Möglichkeiten zur interkulturellen Begegnung oder dem gemeinschaftlichem Wohnen“, erklärte Articus. Angesichts der demographischen Entwicklung und der steigenden Zahl von älteren Migranten geht es darum, passgenaue Konzepte zu entwickeln, damit die Menschen mit Migrationshintergrund auch im Alter am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilhaben, so Articus weiter. Im Jahr 2006 lebten bereits 1,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, die älter als 60 Jahre sind. Die Schwierigkeiten des Alterns, wie beispielsweise Pflegebedürftigkeit oder weniger Zugang zu kulturellen Angeboten aufgrund eingeschränkter Mobilität, belasten sowohl deutsche als auch ausländische Betroffene.

"Das aktive Altern in unserer Gesellschaft verändert sich", betonte Armin Laschet, Minister für Generationen, Familien, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. So sind nicht nur die Lebensformen im Alter vielfältiger geworden, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte der ersten Generation bleiben bis heute hier, wo ihre Familien leben und kehren eben nicht zurück in ihre Herkunftsländer. „Darauf ist unsere Gesellschaft nicht vorbereitet“, räumte der Minister ein. Das Land brauche eine kultursensible Altenpflege, die auf kulturelle und religiöse Besonderheiten achtet ebenso wie vielfältige Angebote der Kultur und des gemeinsamen Wohnens. „Die Vielfalt des Lebens auch im Alter zu ermöglichen ist Teil der Anerkennung der Lebensleistung einer ganzen Generation, die aktiv in die Gestaltung vor Ort einbezogen werde sollte", so Laschet. Allerdings gebe es noch einige Hürden zu überwinden.

So erschweren insbesondere bei den älteren Migranten zum Teil fehlende Sprachkenntnisse, andere kulturelle und religiöse Traditionen und oftmals auch Ängste vor neuen Lebenssituationen die Integration im Alter. Hinzu kommt, dass viele sogenannte Gastarbeiter oft im Niedriglohnbereich gearbeitet haben, so dass sie entsprechend geringe Renten beziehen und der finanzielle Spielraum eingeschränkt ist. "Maßnahmen zur Integration von älteren Migranten sollten regional ausdifferenziert sein; vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft ist es besonders wichtig, auch die Potentiale älterer Migranten vor Ort zu aktivieren, fordern die Initiatoren. „Wir können es uns angesichts des demographischen Wandels und einer globalisierten Welt nicht leisten, die Integration von Migrantinnen und Migranten zu vernachlässigen. Vielmehr sollten wir eine Gesellschaft anstreben, in der für alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von deren Herkunft, ihrem sozialen Status oder dem Lebensalter, die Möglichkeit zur Teilhabe gewährleistet ist“, so Dr. Johannes Meier, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung abschließend.







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