23. 05. 2012
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Laschet begrüßt Initiative der türkischen Gemeinde
In diesem Zusammenarbeit vereinbarten beide Seiten eine intensivere
Zusammenarbeit. Neben dem Bundesvorsitzenden der türkischen Gemeinde
Kenan Kolat nahmen auch der NRW-Vorsitzende der Organisation Dr. Okan
Akin, sein Stellvertreteri Deniz Güner sowie die stellvertretende
Bundesvorsitzende Sabriye Supcun teil. Im Rahmen der Bildungskampagne wollen die Initiatoren verschiedene
Projekte realisieren. Ziel der Maßnahmen ist es, die Bildungschancen
von Kindern und Jugendlichen türkischer Herkunft zu verbessern. So ist
unter anderem eine Elternakademie, ein Bildungsbus sowie Paten- und
Mentoringangebote für einzelne Schülerinnen und Schüler geplant. Der
Bildungsbus hat die spezielle Aufgabe, die Eltern über das deutsche
Bildungssystem zu informieren. Die Informationsangebote sollen anhand
von „best-practise“-Beispielen das Bildungsbewusstsein stärken, hieß es
dazu weiter.
Das Landesministerium wird seinerseits vor den
Sommerferien türkische Abiturientinnen und Abiturienten zu einem
Wochenend-Workshop nach Düsseldorf einladen. Das
Integrationsministerium will dabei auch auf weitere Fördermöglichkeiten
aufmerksam machen. "Wir brauchen solche Vorbilder. Den Zugewanderten zeigen sie: Du kannst
es auch schaffen. Der Mehrheitsgesellschaft zeigen sie, dass es nicht
nur Probleme in der Integration gibt, sondern auch Erfolge. Nur wer
sich selbst in die Gesellschaft aktiv einbringt, wird sich in
Deutschland angenommen und akzeptiert fühlen", erklärte der Minister.
Die Verantwortlichen hoffen zudem, dass die bisher stark
unterdurchschnittliche Zahl an Absolventinnen und Absolventen höherer
Abschlüsse unter Menschen mit türkischem Zuwanderungshintergrund sich
verbessert. Langfristig soll deren Anteil erhöht werden, so das
erklärte Ziel beider Seiten. Nach der jüngsten nordrhein-westfälischer
Schulstatistik haben im Schuljahr 2006/2007 43,7 Prozent der türkischen
Schüler und 38,7 Prozent der türkischen Schülerinnen die Schule mit
Hauptschulabschluss verlassen. Nur 12,5 Prozent der Jungen und 16,1
Prozent der türkischen Mädchen gingen mit Hochschulreife oder
Fachhochschulreife ab.
Schon heute fördert die nordrhein-westfälische Landesregierung die von
den Migrantenorganisationen betriebene Elternakademie, die
Multiplikatoren aus Migrantenselbstorganisationen für die Elternarbeit
vor Ort qualifiziert. Die Gemeinschaft der türkischen Gemeinden
Deutschlands ist eigenen Aussagen zufolge in 90 Einzelverbände
gegliedert. Unter dem Dach der Bundesorganisation gibt es insgesamt 278
Ortsvereine. Zur Anzahl der aktiven Mitglieder machte die
Zivilorganisation indes keine Angaben.


























