23. 05. 2012
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Neue Studie des vhw blickt auf Menschen mit Zuwanderungshintergrund
„Wie wollen diese Menschen in unserem Land leben“, fragt einer der
Autoren der Studie vhw-Hauptgeschäftsführer Peter Rohland. Zusammen mit
der auf Markt- und Milieuforschungs spezialisierten Beratungsfirma
Sinus Sociovision und weitere Projektpartnern aus Medien, Politik und
Verbänden sollte Licht in diesen Teil der Gesellschaft bringen.
Bislang, so kritisieren die Initiatoren, gebe es nur fragmentarische
Erkenntnisse zu Aspekten wie Integrationsvorstellungen oder Ansprüchen
an angemessenen Wohnraum.
Lebensweltforschung betritt unbekanntes Terrain
Methode der Erforschung dieser Aspekte ist die so genannte
Lebensweltforschung. Sie soll mithilfe der bereits aus anderen Genres
bekannten „sinus milieus“ eine übersichtliche Beschreibung von
Subkulturen und –milieus. Nicht die spezifisch ethnischen
Gesichtspunkte sind für die Frage, wie Migranten in diesem Land leben
wollen, entscheidend, fanden die Sozialforscher heraus. Vielmehr sind
auch unter den verschiedenen Migrantengruppen die Trennlinien eher die
zwischen verschiedenen Lebensstilen, eben jenen Milieus, wie die
Forscher weiter darlegten. So entstehen ganz eigene Milieus wie z.B.
den „Multi-Kulti-Performer“ oder den „intellektuellen Kosmopolit“, die
sich wie Blasen um eine Matrix aus Grundorientierung („konservativ“
oder „modern“) und sozialer Lage gruppieren.
Während manche wie z.B.
der „multikulturelle Performer“ bewusst Quartiere mit eher geringem
Ausländeranteil bevorzugen, im Gegensatz zum religiös-verwurzelten
Milieu, das in der Skala bei geringer sozialer Position in der
Gesellschaft häufig genug an archaische Traditionen gebunden ist.


























