23. 05. 2012
Seite drucken
NRW: Einbürgerung als Krönung der Integration
Angesichts der derzeitigen Integrationsdebatte hat das Statistische Landesamt am heutigen Mittwoch neue Zahlen zu Menschen mit Migrationshintergrund herausgegeben. Wie die Landesstatistiker herausfanden, befinden sich unter den eingebürgerten Menschen deutlich mehr Personen mit einem höherwertigen Bildungsabschluss als unter den Bewohnern mit ausländischem Pass. Folglich gehen sie auch deutlich häufiger einer geregelten Beschäftigung nach als ihre ausländischen Mitbürger, die die Nationalität ihres Ursprungslandes behalten. So ermittelten die Landesstatistiker, dass etwa jeder Siebte (13,4 Prozent) unter den Eingebürgerten keinen allgemeinbildenden Schulabschluss vorweisen kann. Unter der Gruppe der Migranten insgesamt sind es mit 24,6 Prozent deutlich mehr. Umgekehrt verhält es sich beim Anteil derjenigen, die über die Fachhochschul- oder allgemeine Hochschulreife (Abitur) verfügen. Hier liegen die eingebürgerten Migranten mit 30,2 Prozent deutlich vor der Gruppe der zugewanderten Ausländerinnen und Ausländer, die auf gerade mal 22,5 Prozent kommen.
Dieser Trend setzt sich bei den Berufsabschlüssen fort. Eingebürgerte weisen hier mit einem Anteil von 43,9 Prozent deutlich weniger Personen aus, die über keinen Berufsabschluss verfügen. In der Gruppe der NRW-Bewohner mit ausländischem Pass sind es mit 60,2 Prozent deutlich mehr, die keine berufsbezogene Ausbildung absolviert haben. Allerdings liegt der Anteil bei den Eingebürgerten höher als bei den nicht Zugewanderten, von denen 16,4 Prozent keinen beruflichen Abschluss erlangt haben. Eingebürgerte haben öfter eine Lehre oder einen vergleichbaren Bildungsgang abgeschlossen (38,4 Prozent) als ausländische Staatsangehörige (25,9 Prozent). Auch bezüglich der Fachhochschulund Hochschulabschlüsse sind die Eingebürgerten mit einem Anteil von 14,1 Prozent den Ausländerinnen und Ausländern (11,8 Prozent) voraus, wie die Landesstatistiker weiter ermittelten.
Insgesamt waren nach der jüngsten Erhebung des Landesamtes fast zwei Drittel der Eingebürgerten (63,9 Prozent) in Lohn und Brot beschäftigt. Bei den Ausländern betrug dieser Anteil gerade mal 52 Prozent. Die einheimische Bevölkerung, die nicht zugewandert ist, kommt auf einen Vergleichswert von 69,4 Prozent. Eingebürgerte weisen mit 12,9 Prozent eine niedrigere Erwerbslosenquote auf als ausländische Erwerbspersonen (16,9 Prozent), so eine weitere Erkenntnis der Landesstatistiker.
Weitere Ergebnisse zum Vergleich von Eingebürgerten und ausländischen Zugewanderten hat der Landesbetrieb IT.NRW jetzt in der Reihe "Statistik Kompakt" unter dem Titel "Integration von Zugewanderten in Nordrhein-Westfalen – Eingebürgerte und ausländische Bevölkerung im Vergleich" veröffentlicht. Die Publikation steht unter der Adresse: www.it.nrw.de zum kostenlosen Download bereit.


























