23. 05. 2012
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NRW-Integrationsminister Laschet betont Bedeutung von Bildung für Zuwanderer
Allerdings gebe es immer noch erheblichen Handlungsbedarf.
„Die besseren Chancen haben vor allem die gut Qualifizierten“, erklärte
der Minister am gestrigen Mittwoch in Köln. Die gemeinnützige Kölner
Einrichtung begleitet pro Jahr rund 220 Jugendliche und junge
Erwachsene mit Beratungsleistungen zur Qualifizierung. Inzwischen habe
sich der Erfolg der Initiative herumgesprochen, denn auch immer mehr
Schulen suchen den Kontakt zu der Einrichtung. Die Kölner Initiative
für Bildung und Integration junger Migranten habe durch ihre Arbeit mit
den jungen Zuwanderern eigenen Angaben zufolge die Quote der
Schulabbrecher um 80 Prozent senken können. Das gelte aber nur
diejenigen, die die Einrichtung in regelmäßigen Abständen besucht
haben.
Das Konzept von Coach e.V. soll jetzt auch in anderen Städten
Deutschlands implementiert werden, wie Laschet feststellte. Die
allgemeine Erholung auf dem Arbeitsmarkt wirke sich zwar auch positiv
auf die Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern aus. Immerhin
ist die ausländerspezifische Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen
innerhalb des vergangenen Jahres von 25,5 Prozent auf 22,6 Prozent
gesunken. In absoluten Werten ging die Zahl der arbeitslosen
Ausländerinnen und Ausländer in den letzten zwölf Monaten um 19.055
Personen oder 10,3 Prozent zurück. Insgesamt waren im Dezember 2007
aber noch 165.802 Ausländerinnen und Ausländer arbeitslos gemeldet
(Dezember 2006: 184.857).
Integration in den ersten Arbeitsmarkt bei Zuwanderern insgesamt schwächer
„Der wirtschaftliche Aufschwung in Nordrhein-Westfalen sowie die
Anstrengungen des Bundes und der Landesregierung tragen auch bei den
zugewanderten Menschen Früchte. Allerdings erfolgt der Abbau der
Arbeitslosigkeit bei ihnen nicht so stark wie bei den anderen
Arbeitslosen“, sagte Laschet. Trotz des deutlichen Rückgangs ist die
Arbeitslosenquote bei den Ausländern mit 22,6 Prozent immer noch mehr
als doppelt so hoch wie die allgemeine Arbeitslosenquote (8,6 Prozent).
Häufig genug ist das Qualifikationsniveau der Menschen mit
Zuwanderungshintergrund unterdurchschnittlich. Zudem arbeiten sie vor
allem in Branchen, die besonders stark vom Strukturwandel betroffen
sind. Insgesamt zeichnet sich aber ein positiver Trend ab, der die
Integrationsanstrengungen der Landesregierung bestätigt. Trotzdem
fordert der Minister die Unternehmen auf, sich noch stärker für
Zugewanderte zu öffnen und ihre besonderen Potenziale, wie
Zweisprachigkeit und Kenntnisse unterschiedlicher Kulturkreise, zu
nutzen. „Das Land Nordrhein-Westfalen trägt mit einer Vielzahl von
Maßnahmen dazu bei, dass die schulischen und beruflichen Chancen von
jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte verbessert werden. So haben
wir die Sprachförderung im Kindergarten massiv ausgebaut und mit
unseren Familienzentren eine ganz neue Form der Betreuung, Beratung und
Bildung geschaffen. Außerdem ist das Angebot der Offenen Ganztagsschule
deutlich erweitert worden“, lobte Laschet die Arbeit seiner Regierung.
Grundlage für die Integrationspolitik der Landesregierung ist der
Aktionsplan „Nordrhein-Westfalen - Land der neuen Integrationschancen“.
Der verbesserte Zugang von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu
qualifizierter Beschäftigung ist ein zentrales Handlungsfeld dieses
Aktionsplanes. „Die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zeigt,
dass wir mit unserer Politik auf dem richtigen Weg sind“, so Laschet
abschließend.


























