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23. 05. 2012
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NRW-Integrationsminister Laschet betont Bedeutung von Bildung für Zuwanderer


25.01.2009 07:02 von:

Schlagwörter: NRW,Integrationsminister,Armin Laschet,Bedeutung,Bildung,Zuwanderung

Allerdings gebe es immer noch erheblichen Handlungsbedarf.   „Die besseren Chancen haben vor allem die gut Qualifizierten“, erklärte der Minister am gestrigen Mittwoch in Köln. Die gemeinnützige Kölner Einrichtung begleitet pro Jahr rund 220 Jugendliche und junge Erwachsene mit Beratungsleistungen zur Qualifizierung. Inzwischen habe sich der Erfolg der Initiative herumgesprochen, denn auch immer mehr Schulen suchen den Kontakt zu der Einrichtung. Die Kölner Initiative für Bildung und Integration junger Migranten habe durch ihre Arbeit mit den jungen Zuwanderern eigenen Angaben zufolge die Quote der Schulabbrecher um 80 Prozent senken können. Das gelte aber nur diejenigen, die die Einrichtung in regelmäßigen Abständen besucht haben.

Das Konzept von Coach e.V. soll jetzt auch in anderen Städten Deutschlands implementiert werden, wie Laschet feststellte. Die allgemeine Erholung auf dem Arbeitsmarkt wirke sich zwar auch positiv auf die Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern aus. Immerhin ist die ausländerspezifische Arbeitslosenquote in Nordrhein-Westfalen innerhalb des vergangenen Jahres von 25,5 Prozent auf 22,6 Prozent gesunken. In absoluten Werten ging die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer in den letzten zwölf Monaten um 19.055 Personen oder 10,3 Prozent zurück. Insgesamt waren im Dezember 2007 aber noch 165.802 Ausländerinnen und Ausländer arbeitslos gemeldet (Dezember 2006: 184.857).

Integration in den ersten Arbeitsmarkt bei Zuwanderern insgesamt schwächer

„Der wirtschaftliche Aufschwung in Nordrhein-Westfalen sowie die Anstrengungen des Bundes und der Landesregierung tragen auch bei den zugewanderten Menschen Früchte. Allerdings erfolgt der Abbau der Arbeitslosigkeit bei ihnen nicht so stark wie bei den anderen Arbeitslosen“, sagte Laschet. Trotz des deutlichen Rückgangs ist die Arbeitslosenquote bei den Ausländern mit 22,6 Prozent immer noch mehr als doppelt so hoch wie die allgemeine Arbeitslosenquote (8,6 Prozent). Häufig genug ist das Qualifikationsniveau der Menschen mit Zuwanderungshintergrund unterdurchschnittlich. Zudem arbeiten sie vor allem in Branchen, die besonders stark vom Strukturwandel betroffen sind. Insgesamt zeichnet sich aber ein positiver Trend ab, der die Integrationsanstrengungen der Landesregierung bestätigt. Trotzdem fordert der Minister die Unternehmen auf, sich noch stärker für Zugewanderte zu öffnen und ihre besonderen Potenziale, wie Zweisprachigkeit und Kenntnisse unterschiedlicher Kulturkreise, zu nutzen. „Das Land Nordrhein-Westfalen trägt mit einer Vielzahl von Maßnahmen dazu bei, dass die schulischen und beruflichen Chancen von jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte verbessert werden. So haben wir die Sprachförderung im Kindergarten massiv ausgebaut und mit unseren Familienzentren eine ganz neue Form der Betreuung, Beratung und Bildung geschaffen. Außerdem ist das Angebot der Offenen Ganztagsschule deutlich erweitert worden“, lobte Laschet die Arbeit seiner Regierung.

Grundlage für die Integrationspolitik der Landesregierung ist der Aktionsplan „Nordrhein-Westfalen - Land der neuen Integrationschancen“. Der verbesserte Zugang von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu qualifizierter Beschäftigung ist ein zentrales Handlungsfeld dieses Aktionsplanes. „Die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zeigt, dass wir mit unserer Politik auf dem richtigen Weg sind“, so Laschet abschließend.







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