23. 05. 2012
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NRW: Landesregierung will Integrationsmonitoring aufbauen
Die nordrhein-westfälische Landesregierung wil ein so genanntes Integrationsmonitoring aufbauen. Damit wollen die Verantwortlichen der rot-grünen Minderheitsregierung Daten sammeln und den Beweis führen, dass die Integration bereits weit fortgeschritten ist und in vielen Lebensbereichen zu einer faktischen Angleichung der Lebensverhältnisse geführt hat. Ein entsprechendes Internetportal wurde am heutigen Montag von Landesarbeitsminister Guntram Schneider freigeschaltet. „Die Zahlen zeigen, dass Menschen mit Migrationshintergrund bereits in vielen Bereichen aufgeholt haben. Integration ist kein Wunschtraum, sie findet tagtäglich statt. Es wird aber auch deutlich, wo wir noch Defizite haben“, so Schneider.
Besonders positiv wirke sich die Integrationsleistung auf die Demografie der Gesellschaft aus. Mehr als ein Viertel aller Migranten (27 Prozent) sind jünger als 18 Jahre, bei der deutschen Mehrheitsgesellschaft machen die Jungen lediglich 14 Prozent der Bevölkerung aus. In den Kindertagesstätten stammen inzwischen 23 Prozent der Kinder aus Familien stammen, in denen kein oder kaum deutsch gesprochen wird. „Insbesondere im Bereich der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt - also dort, wo über Zukunftschancen, Einkommen und letztlich über gesellschaftliche Teilhabe und sozialen Status entschieden wird - zeigen die Zahlen sowohl Licht als auch Schatten“, betonte Schneider.
Nachdem erst kürzlich in Köln Zahlen zu den Absolventen vorgestellt wurden, zeigt sich nun der gleiche Trend – wenn auch etwas abgeschwächt – im gesamten Land NRW. So erhöhte sich landesweit der Anteil der Abiturienten unter den „Ausländern“ zwischen 2005 und 2010 von zwölf auf 14 Prozent. Der Trend zu höheren Bildungsabschlüssen wird dabei unterstützt durch eine spürbare Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt. So ist beispielsweise die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund im gleichen Zeitraum von 19 auf 13 Prozent zurückgegangen. Diese Zahlen sollen nun im jährlichen Turnus aktualisiert werden, hieß es dazu abschließend.
Das neue Informationsangebot finden sie unter der URL: www.integrationsmonitoring.nrw.de.


























