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23. 05. 2012
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OB und marokkanischer Generalkonsul suchen nach Lösungen


25.01.2009 06:48 von:

Schlagwörter: Köln,Integration,Oberbürgermeister,Fritz Schramma,Köln-Kalk,Marokko,Generalkonsu

Im Mittelpunkt des Gespräches stand der Tod eines jungen Marokkaners Ende Januar in Köln-Mülheim. Begleitet wurde Schramma bei dem Treffen von Kölns Integrationsdezernentin Marlis Bredehorst, der Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein, Vertretern von Polizei, Stadtverwaltung, einem Schulleiter aus Kalk, Mitarbeitern von Jugendeinrichtungen vor Ort sowie einem Repräsentant der islamischen Vereinigung. Bei dem Gespräch waren auch Angehörige und Freunde des Opfers, des 19-jährigen Salih H., anwesend. Schramma dankte den Betroffenen, dass die Proteste vor Ort weitgehend friedlich blieben. Gleichzeitig lobte das Stadtoberhaupt auch das umsichtige Verhalten der Kölner Polizei.

Neue Chancen für Integration in Problembezirken

Nach den Höflichkeiten sollten aber auch mögliche Lösungswege aufgezeigt werden, wie Integration zukünftig besser begleitet werden kann. Wiederholt hatten Jugendliche mit Migrationshintergrund den Vorwurf geäußert, sie würden von deutschen Beamten anders behandelt als Jugendliche mit deutschem Hintergrund. Schramma nutzte den direkten Kontakt zu den Jugendlichen, um sie in einem Dialog an der Verbesserung der Bedingungen teilhaben zu lassen. „Sagt uns, was wir mehr und besser machen könnten und wir sagen euch, welche Möglichkeiten wir dazu haben“, so der Appell des Oberbürgermeisters. Die Stadt bietet in Stadtteilen mit besonders hohem Anteil an Jugendlichen mit Zuwanderungshintergrund bereits viele Angebote an. Allerdings seien die bei vielen Betroffenen noch gar nicht angekommen. „Das wollen wir ändern“, so Schramma.

Der marokkanische Generalkonsul zeigte sich erfreut, über die Integration der marokkanischen Gemeinde in Köln reden zu können. Es sei der klare Wunsch seines Landes, dass sich seine Landsleute in Deutschland integrieren und am kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen, es geschehe aber noch zu wenig, erklärte Mesgguid. Sein Land könne zum Beispiel durch die Entsendung marokkanischer Sozialarbeiter bei der Integration behilflich sein. Auch das geplante deutsch-marokkanische Kulturzentrum könne eine positive Rolle spielen. Zwar gebe es bereits eine Vielzahl von Angeboten für Jugendliche im Stadtteil, erst kürzlich beschloss der Stadtrat zusätzliche Streetworkerstellen, wie Klein betonte. Ihre Kollegin im Stadtvorstand Bredehorst verwies auf die Ausbildungsplatzbörse, die am Freitag kommender Woche (18. April) in Kalk stattfinden soll. Doch trotz dieses bereits breit gefächerten Angebots versprachen die Stadtverantwortlichen, die Anregungen prüfen zu lassen. Allerdings benötigen sie für ein Gelingen der Integrationsbemühungen auch die nachhaltige Unterstützung der Migranten. „Zugewanderte und Aufnahmegesellschaft müssen sich aufeinander zu bewegen. Integration ist keine Einbahnstraße“, appellierte OB Schramma abschließend an den Integrationswillen der Betroffenen vor Ort.







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