23. 05. 2012
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Schüler auf den Spuren des Stardesigners Charles Eames
(ehu) Behutsam steckt der 18-Jährige Achim seine Karte zu den 56 anderen. Heute, am KölnTag, wird das, was er und seine Mitschülerinnen und Mitschüler in den letzten Wochen gebaut haben, im Museum für Angewandte Kunst ausgestellt: Ein Kartenhaus nach dem Vorbild des Designers Charles Eames. Es ist eins von vielen Projekten, das der Museumspädagogische Dienst dank Fördergeldern der Price-Waterhouse-Cooper-Kulturstiftung durchführen konnte.
Seit über zehn Jahren besteht diese Zusammenarbeit. "Sie soll Schülern die Möglichkeit geben, Kunst in den Museen zu entdecken, selber kreativ zu werden und die Ergebnisse auch auszustellen", beschreibt Museumspädagogin Karin Rottmann das Konzept, bei dem sie mit verschiedenen Kölner Schulen zusammenarbeitet. In diesem Fall waren es 18 Schülerinnen und Schüler der integrativen Pestalozzischule im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren.
Vom Museum brachten die Schüler "große Lebendigkeit" in die Schule zurück
"Wir haben uns 57 Mal im Museum getroffen, haben gezielt nach Blumendekor gesucht, nach Mustern und Tierabbildungen und uns Möbel angesehen", sagt Kunstpädagogin Cristine Schell. "Dann haben wir uns das Kartenhaus von Eames angesehen und danach unser eigenes gestaltet." Eames‘ Spielhaus kann aus einzelnen, mit jeweils sechs Schlitzen versehenen Karten zusammengesteckt werden. Schuldirektorin Marietta Wischmeyer ist ganz begeistert von dem Projekt: "Wenn die Kinder vom Museum zurückkamen, brachten sie immer einer große Lebendigkeit mit."
Auch Museumsdirektorin Petra Hesse lobt die "jungen kreativen Designer" und bedauert, dass das Kunstwerk nur einen Tag ausgestellt werden kann. "Wir bereiten gerade eine neue Ausstellung vor, da brauchen wir den Platz."


























