23. 05. 2012
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Stadt Graz erwägt Kölner Modell für Integrationsrat
Nicht nur die Verwaltungsspitze und die überwiegende Mehrheit des Kölner Stadtrats sieht das so.
Offenkundig erhält die Kölner Lösung zur Arbeitsweise und
Zusammensetzung des Integrationsrates nun auch hohen Zuspruch aus dem
Ausland. Wie die Kölner SPD-Fraktion am heutigen Mittwoch bekannt gab,
scheint sich auch der Stadtrat von Graz mit der Weiterentwicklung des
derzeitigen Ausländerbeirates zu einem echten Integrationsrat zu
beschäftigen. Vorbild ist dabei die Stadt Köln, wie die Ratsfraktion
der Sozialdemokraten betonte.
Deren integrationspolitische Sprecherin Susana dos Santos Herrmann
befindet sich derzeit im südlichen Nachbarland, genauer gesagt in der
Steiermark. Bei einem Treffen mit der Gruppe „Vielfalt“ der SPÖ Graz
zeigten sich österreichischen Kommunalpolitiker interessiert am Kölner
Modell, wie dos Santos Herrmann berichtete. Die SPÖ-Gruppe „Vielfalt“
erarbeitet derzeit ein migrationspolitisches Positionspapier für den
Grazer Stadtrat. Dabei berichtete die SPD-Ratsfrau aus ihren
praktischen Erfahrungen im Kölner Integrationsrat. Das Fazit der
SPD-Politikerin ist jedoch klar. „Die Verzahnung zwischen Rat,
Verwaltung und Migrantenvertretung funktioniert heute besser als im
alten Ausländerbeirat“, so dos Santos Herrmann abschließend.
Der Kölner Integrationsrat arbeitet seit der Kommunalwahl 2004 mit
insgesamt 33 stimmberechtigten Mitgliedern. Die 22 Vertreter der
Migrantenorganisationen werden durch Wahl ermittelt, während die
anderen elf Mitglieder aus den vier stimmberechtigten Fraktion im
Stadtrat entsandt werden. Vorsitzender des Integrationsrates ist der
amtierende Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der
Migrantenorganisationen Tayfun Keltek.


























