24. 05. 2012
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Stadt stellt Zwischenbericht für Integrationskonzept vor
"Die Stadt Köln ist gut aufgestellt“, kommentierte die zuständige Dezernentin Marlis Bredehorst.
Derzeit befinde man sich aber noch mitten in der Entwicklungsphase für
ein umfassendes Integrationskonzept. Es soll alle Lebensbereiche in der
Stadt betreffen. Dabei soll die Gestaltung des Konzeptes offen bleiben
und eine Beteiligung aller Kölner sowie sämtlicher kommunaler Akteure
der Integrationspolitik ermöglichen, hieß es dazu weiter. Insgesamt 15
Arbeitsgruppen beschäftigen sich unter anderem mit den Themen
demographischer Wandel, Sprachkompetenz, Sozialraum und Migration,
Bildung sowie Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeitsgruppen zählen derzeit
genau 155 Teilnehmer. Darunter sind interessierte Bürgerinnen und
Bürger mit und ohne Migrationshintergrund, Vertreter von
Migrantenorganisationen und anderer Institutionen sowie Fachleute aus
Wirtschaft und Politik. Aus der Stadtverwaltung nehmen aus
unterschiedlichen Dezernaten und Ämtern 39 Mitarbeiter teil, die die
Arbeit fachlich unterstützen und begleiten, verriet die zuständige
Beigeordnete.
Das Thema Integration ist ein persönliches Anliegen von
Oberbürgermeister Fritz Schramma, der kürzlich für seine Bemühungen um
die Integration den Genc-Preis verliehen bekam. Die federführende
Entwicklung des Konzeptes erfolgt im Dezernat für Soziales, Integration
und Umwelt, in dessen Zuständigkeitsbereich auch das Interkulturelle
Referat der Stadt Köln liegt. Bis zum 18. Dezember dieses Jahres soll
das vollständige Konzept vorliegen. Die Arbeiten an dem Werk haben erst
im November vergangenen Jahres begonnen. Damals fanden sich auf einer
Auftaktveranstaltung rund 300 Interessierte ein, um die Leitlinien,
Handlungsfelder und Themenbereiche des Konzeptes zu umreißen.
Konferenzen wie diese sollten dann in einem jährlichen Abstand folgen,
die die Arbeitsfortschritte der verschiedenen Gruppen im Rahmen einer
Schwerpunktsetzung aufzeigen. Die letzte dieser Konferenzen fand
bereits im Februar dieses Jahres statt, besonderer Schwerpunkt dabei
war der Zusammenhang Sport und Integration. Zusätzlich zu den üblichen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren auch das Sportamt der Stadt, der
Landes- und der Stadtsportbund sowie – von wissenschaftlicher Seite –
die Deutsche Sporthochschule beteiligt.
Ein zwölfköpfiger Beirat mit Vertretern aus Kammern, Stadtverwaltung,
Kommunalpolitik; Gewerkschaften und Agentur für Arbeit begleitet das
Vorhaben. „Die Erarbeitung des Integrationskonzeptes in den
Arbeitsgruppen ist ein fortlaufender Prozess. Ein äußerst wichtiger
Aspekt ist hierbei die breite Beteiligungsstruktur“, erläutert
Dezernentin Marlis Bredehorst in einer ersten Ergebnisanalyse. Die
Beigeordnete zeigte sich zufrieden, dass insbesondere auch Menschen mit
Migrationshintergrund an der Erarbeitung des Konzeptes beteiligt sind.
Nur so ist sichergestellt, dass viele Ressourcen und Bedarfe
berücksichtigt werden können“, erklärte die Vorsitzende des Beirats.
Neben den vielen positiven Resonanzen waren insbesondere die personelle
Ausstattung des Interkulturellen Referats sowie die verwaltungsinterne
Abstimmung Anlass für kritische Zwischentöne. Auch Bredehorst sieht
hier noch einigen Handlungsbedarf. Im Vergleich mit anderen deutschen
Städten vergleichbarer Größe steht man allerdings sehr gut da.
Allerdings ist der Kreis vergleichbarer Städte eher übersichtlich.


























