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24. 05. 2012
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Stadt will Behindertenpolitik forcieren


07.04.2009 16:00 von:

Schlagwörter: Köln,Stadtverwaltung,Stadtrat,Vorlage.Behindertenbeauftragte,Behindertenpolitik

Wie die Kölner Stadtverwaltung am heutigen Dienstag verkündete, will Oberbürgermeister Fritz Schramma nun doch eine zusätzliche Stelle im Büro der Kölner Behindertenbeauftragten einrichten. Der Chef der Stadtverwaltung will dazu dem Kölner Rat bereits in Kürze ein entsprechendes Papier vorlegen, wie das städtische Presseamt weiter bekannt gab. Die neue Stelle soll dabei zur Unterstützung der Arbeit der Behindertenbeauftragten dauerhaft angelegt sein. "Köln ohne Barrieren – eine Stadt für alle. Diesem städtischen Slogan entsprechend wollen wir weitere Taten folgen lassen und die Arbeit der Behindertenbeauftragten mit der zusätzlichen Stelle konsequent weiter fortsetzen. Der Ausbau dieser wichtigen gesamtstädtischen Aufgabe ist folgerichtig für den weiteren Abbau von Barrieren in allen Lebensbereichen und in den Köpfen der Menschen", begründete Schramma sein Engagement. Auch die zuständige Sozialdezernentin Marlis Bredehorst unterstützt das Vorhaben. "Diese Entscheidung wird mit dazu beitragen, dass unsere Behindertenpolitik sich weiter verbessert, dass die Gesichtspunkte der Barrierefreiheit bald überall bekannt sind und dass unsere Vorhaben nicht nur in einem Konzept stehen, sondern konsequent überprüft und umgesetzt werden", erklärte die Beigeordnete.

Im Februar 2007 hatte Marita Reinecke als Behindertenbeauftragte der Stadt Köln ihre Arbeit aufgenommen; die Stelle wurde damals neu in den offiziellen Stellenplan der Stadt aufgenommen. Reinecke ist in ihrer Funktion Ansprechpartnerin in allen Fragen zur Behindertenpolitik und Behindertenarbeit für alle Ämter der Stadtverwaltung und die politischen Gremien. Ebenso fungiert ihr Büro als Ombudsstelle für alle Kölner Bürgerinnen und Bürger mit Fragen oder Anliegen zu diesem Themenkomplex. Dank der zunehmenden Bekanntheit wachsen auch die Aufgaben. Bei ihrer Arbeit geht es dabei aber keineswegs nur um Anfragen und Beschwerden. Gemeinsam mit der "Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik", die bereits seit 2004 aktiv an der Kölner Behindertenpolitik mitwirkt, hat das Büro der Behindertenbeauftragten in den letzten beiden Jahren zahlreiche Initiativen auf den Weg gebracht. Barrierefreier Wohnraum, Kunst und Kultur für alle, gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben und Stadtführungen in Gebärdensprache: Dies sind nur einige der Themen, denen sie sich - oft auch in Kooperation mit den Behindertenorganisationen, Verbänden, Institutionen und städtischen Ämtern - gewidmet hat. Erst in diesem Frühjahr hat ein weiteres Projekt seinen erfolgreichen Abschluss gefunden: Der erste Stadtführer in leicht verständlicher Sprache mit dem Titel "Einfach Köln" konnte Ende März dieses Jahres vorgestellt werden.

Seit rund eineinhalb Jahren erarbeitet die Behindertenbeauftragte gemeinsam mit den Kooperationspartnern ein "Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpolitik". Dieses enthält Maßnahmen und Ziele für die nächsten zwei bis fünf Jahre. Noch vor der Sommerpause soll das Konzept dem Rat zur Abstimmung vorgelegt werden. Ein weiteres Projekt ist der 2008 auf Initiative des Oberbürgermeisters erstmals verliehene "Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik". Der Wettbewerb geht in wenigen Wochen in seine zweite Runde, die Ausschreibung wird in Kürze gestartet, hieß es dazu abschließend.







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