Wetter

Webtipps:
Bei der Anzahl an Gesetzten kann ein Ratgeber für Recht Licht ins Dunkel bringen.

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





24. 05. 2012
Seite drucken

Tag der Offenen Moschee am 3. Oktober


25.01.2009 07:09 von:

Schlagwörter: Köln,Tag der Offenen Moschee,Islam,Integration,KRM,Feiertag,3. Oktober,Begegnung

„Die Muslime sind Teil der deutschen Geschichte. Wir haben diesen Tag bewusst miterlebt“, begründete der Dialogbeauftragte der Ditib die Terminsetzung. „Diese bundesweite Veranstaltung ist Zeichen unseres Respekts und unserer Solidarität“, erläuterte der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime Aiman Mazyek. Die Muslime in Deutschland haben sich in der Mehrheit längst entschieden, ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland behalten zu wollen. Waren die ersten Moscheen noch Ausdruck einer gewissen Vorläufigkeit, so gibt es nun in immer mehr Städten Bestrebungen angemessene Gebetsstätten als Ausdruck des gewachsenen Selbstbewusstseins der Muslime zu errichten.

Moscheen als Begegnungszentren und Orte der Integration

„Moscheen sind aber nicht nur Gebetshäuser, sie sind auch Begegnungsstätten und Orte der Integration“, erklärte der Dialogbeauftragte des Verbandes der islamischen Kulturzentren (VIKZ) Erol Pürlü. So werden in den Moscheen neben der Lehre des Koran auch vielfältige Aktivitäten wie zum Beispiel Deutsch- und Alphabetisierungskurse oder auch Jugend- und Sportprogramme angeboten. Dies sei nur durch die ehrenamtliche Hilfe zahlreicher Freiwilliger möglich, erklärte Pürlü weiter. Der VIKZ veranstaltet den Tag der Offenen Moschee bereits seit 1994, zwei Jahre später begannen auch die anderen Verbände, ihre Moscheen am Tag der Einheit für Besucher nicht-muslimischen Glauben zu öffnen. Mit dem im April dieses Jahres geschaffenen Koordinierungsrat sei für die Verbandsoberen „ein Traum in Erfüllung“ gegangen, diesen Tag erstmals gemeinsam begehen zu können.  

Integrationsprobleme aus Sicht der Muslime

Obwohl die Moscheen in Deutschland vor allem Orte der Integration sein sollen, überwiegt in der Öffentlichkeit weiterhin ein eher negatives Bild des Islam. Studien zufolge verbinden die meisten Deutschen den Islam eher mit Terror und Gewalt als mit Frieden und Toleranz, räumten die KMR-Vertreter ein. Auch Begriffe wie Zwangsehe und Ehrenmorde werden häufig mit dem Islam in Verbindung gebracht. „Wir hatten in den 80er Jahren in der Tat ein Problem mit Zwangsheirat. Aber das hat sich bis heute bereits massiv geändert, was sich auch in der gewachsenen Scheidungsrate unter muslimischen Ehepaaren ausdrückt“, so der Generalsekretär des Islamrates in Deutschland Burhan Kesici. Seiner Erfahrung nach sind die muslimischen Ehepartner heute nicht mehr 18 oder 19 sondern häufig jenseits der 30.

„Wir haben allerdings große Probleme unter unseren Mitgliedern, die eher sozialen Ursprungs sind wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit“, so Kesici weiter. Auch im Betrieb der Moscheen gebe es noch Einiges zu verbessern, ergänzt ZMD-Vertreter Mazyak. Dabei denken die KMR-Vertreter vor allem daran, über Kooperationen mit Schulen die Integration von Schülerinnen und Schülern mit zumeist türkischem Migrationshintergrund zu verbessern. Auf dem Ditib-Gelände in Köln-Ehrenfeld, der größten Moscheegemeinde Kölns, wird es am Mittwoch gleich fünf Runden mit Führung und anschließender Diskussion geben. Fester Bestandteil sind Diskussionen rund um den geplanten Moscheebau auf dem Areal. Auch die Moscheen der anderen KMR-Organisationen werden am Tag der Offenen Moschee teilnehmen.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse