24. 05. 2012
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VIKZ beklagt zunehmende Islamfeindlichkeit
Nach einer aktuellen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn würden 58,4 Prozent der befragten Bundesbürger Anhängern des Islam die Ausübung ihrer Religion einschränken. Die Studie wurde erst vor wenigen Tagen der Öffentlichkeit vorgestellt und sorgt für Betroffenheit bei den Vertretern der religiösen Glaubensgemeinschaften. Der in Köln ansässige Verband Islamischer Kulturzentren VIKZ hat am gestrigen Mittwoch in einer Stellungnahme eine zunehmende "Islamfeindlichkeit" als Ursache der Befragungsergebnisse verantwortlich gemacht. Zehn Prozent der Bundesbürger wollen demnach sogar von "einem starken Führer mit harter Hand" regiert werden, so ein weiteres Ergebnis. Der Verband appelliert an Politik und Öffentlichkeit, nun auch das Thema zunehmender Islamfeindlichkeit endlich auf die Tagesordnung zu setzen.
"Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend", kommentierte Mustafa Imal, amtierender Präsident des islamischen Verbandes, die Studie. Zwar sollten die Ängste und Befürchtungen Ernst genommen werden, das aber dürfe nicht auf Kosten der Muslime gehen, so Imal weiter. Hinter den Umfragewerten sieht der Verband eine Kampagne und die bewusste Instrumentalisierung von Teilen der Politik. "Die Bevölkerung wird bewusst gegen den Islam aufgebracht", so der VIKZ-Präsident in seiner Stellungnahme. Auch das Kriminologische Forschungsinstitut Hannover (KFN) kam in einer jüngst veröffentlichten Studie zu einem ähnlichen Ergebnis. Demnach wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen keine muslimischen Nachbarn oder Freunde. Für Verbandspräsident Imal ist dies ein klares Anzeichen für eine "falsche Islampolitik" und ein Ausbreiten von "Rechtspopulismus" und "antidemokratischen Tendenzen", hieß es dazu abschließend.
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