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24. 05. 2012
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VIKZ verlegt Ausbildungsstätte von Mülheim nach Kalk


19.04.2009 19:40 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Kalk,VIKZ,Gemeindezentrum,Verlegung,Immobilien,Sanierung

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil Kalk waren am gestrigen Samstag zu einer Informationsveranstaltung in die Eydtstraße 72 gekommen. Eingeladen hatte der Verband Islamischer Kulturzentren e.V. (VIKZ). Die gemeinnützige Organisation will in der Immobilie, die man kurz zuvor vom Verein zur Förderung Katholischer Heimstatt- und Jugendsozialarbeit e.V. erworben hatte, kernsanieren und zu einem Ausbildungszentrum für Imame umwidmen. Die Bauzeit soll 18 Monate betragen und die Bauarbeiten werden in Kürze beginnen, wie Seyfi Ögütlü, Generalsekretär und Pressesprecher des Verbandes bestätigte. VIKZ-Präsident Mustafa Imal und der Dialogbeauftragte der eingetragenen Religonsgemeinschaft begrüßten gemeinsam mit Ögütlü die Gäste. "Wir möchten mit unseren neuen Nachbarn ein freundschaftliches und gedeihliches Miteinander aufbauen. Daher wollen wir einen kontinuierlichen Dialog mit der Nachbarschaft pflegen. Die Veranstaltung ist der Auftakt dazu", betonte Imal. Der Unterricht findet in drei Sprachen statt, neben türkisch und arabisch auch in deutsch, obwohl sich nach Angaben von Pürlü "noch keine eigene religiöse Sprache für den Islam in Deutschland etabliert" habe. Der Verband bemühe sich zudem, auch mit deutschen Bildungsstätten wie zum Beispiel der evangelischen Bildungsstätte in Solingen zusammenzuarbeiten. Bei der genannten Kooperation geht es um Qualifizierungsseminare für freizeitpädagogische Betreuung von Kindern und Jugendliche", wie Ögütlü hervorhob.

VIKZ um Transparenz bemüht

Der VIKZ geht dabei mit Bedacht an die Öffentlichkeit. Noch ist es erst wenige Monate her, dass die Kölner Leitmedien dem Verband unter Zitierung eines 2006 entstandenen unveröffentlichten Polizeidossiers den Vorwurf unterbreiteten, er würde in seinen Ausbildungszentren Kinder schlagen und unter Verschluss halten. Der Verband hatte damals die Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. Auch vonseiten der Sicherheitsbehörden wurden die Vorwürfe nicht kommentiert, allerdings gab es im Rahmen eines weiteren Bauprojekts des Vereins Schwierigkeiten bei der Zulassung für eine weitere Einrichtung in Walsum. In der neuen Niederlassung wolle man jedoch ein Zeichen setzen. "Die Ausbildung diene ihrer Persönlichkeits- und Werteentwicklung", betonten die Verantwortlichen. Gleiches gelte auch für Frauen, die in einer weitere Niederlassung des Vereins in Bergisch-Gladbach ausgebildet werden. Viele arbeiten anschließend in weltlichen Berufen, wie die Frauenbeauftragte des VIKZ, Nigar Yardim, betonte.

"Ich finde es eine wunderbare Sache, dass die Dinge sich so gestalten. Den Weg, den wir gegangen sind ist der richtige", beschreibt Lothar Hodapp, Vorstandsmitglied des ehemaligen Eigentümers der Immobilie, das Vorgehen. In der anschließenden Fragerunde konnten die neuen Besitzer der Immobilie eigenen Angaben zufolge ihren Standpunkt darlegen und dabei so manches Vorurteil wiederlegen. Die Diskussion habe aber auch gezeigt, dass die Fortsetzung eines kontinuierlichen Dialogs für die Akzeptanz im Viertel ausgesprochen wichtig sei, wie VIKZ-Präsident Imal erläuterte.

Der VIKZ wurde im Jahr 1973 in der Domstadt gegründet. Als einer von vier Mitgliedern des Koordinierungsrates der Muslime in Deutschland sitzt der VIKZ bei den so genannten Islamgipfeln mit dem Bundesinnenminister an einem Tisch. Der Verband selbst verfügt über mehr als 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine in Deutschland. Die Ausbildungsstätten erfreuen sich unter orthodoxen sunnitischen Muslimen türkischer Herkunft hoher Beliebtheit.

Weitere Informationen über den Verband finden Sie im Internet unter: www.vikz.de.







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