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24. 05. 2012
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Volles Haus beim Internationalen Frauentag im Kölner Rathaus


25.01.2009 06:58 von:

Schlagwörter: Köln,Frauentag,Rathaus,Ausstellung,Aktionstag,Internationaler Frauentag 2008,Int

Fast 500 vorwiegend weibliche Gäste, vielen von ihnen mit Migrationshintergrund, waren in die Innenstadt gekommen, um sich mit spezifischen Frauenthemen zu beschäftigen. . Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete: „Frauen International – Dialog der Kulturen – Wir feiern, wir fordern!“. In insgesamt vier Arbeitsgruppen – so genannte  Foren - erarbeiteten die Teilnehmerinnen einen Forderungskatalog, der nach anschließender Debatte im Kölner Integrationsrat als Kölner Integrationskonzept im Stadtrat beschlossen werden soll.

„Der Internationale Frauentag ist auch ein Stück Geschichte der Frauenbewegung“, motivierte die Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes die Anwesenden gleich zu Beginn der Nachmittagsveranstaltung. So finden Frauenthemen oder gar Frauenpolitik noch immer zu wenig Aufmerksamkeit, wie Scho kritisierte. Der in Köln gewählte Schwerpunkt Integration müsse von Menschen getragen und mit Leben erfüllt werden. „Integration kann nicht von oben verordnet werden“, warb die Bürgermeisterin weiter. Die SPD-Politikerin weiß bei ihren Forderungen den Sinn und die Werte des Grundgesetzes hinter sich. Aber die jungen Frauen mit Zuwanderungshintergrund müssen die sich bietenden Chancen auch nutzen, die Wertschätzung dazu muss allerdings durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft und vor allem durch die Politik erfolgen.

Auf die konkrete Rolle der Nachmittagsveranstaltung im Kölner Integrationsprozess wies die stellvertretende Leiterin des Kölner Gleichstellungsamtes Petra Engel hin. „Wir sind viele, wir sind unterschiedlich und wir sind alle gleich, wir sind Frauen“, erklärte Engel gleich zu Beginn ihrer Eröffnungsrede. Zwar seien Migrantenthemen hochbrisante Themen, aber schon der Blick auf die so genannten „Gastarbeiterinnen“ zeigt, dass der Mythos der Frau als männliches Anhängsel ein Mythos sei. „Viele sind eigenständig und häufig ohne Ehepartner nach Deutschland gekommen“, erinnerte Engel. Insgesamt haben die vielen Frauen, die vor allem in der Zeit zwischen 1960 und 1973 im Zuge der Anwerbung von ausländischen Arbeitskräften nach Deutschland und so auch in die Domstadt gekommen sind, die Stadt bunt gemacht, wie Engel weiter ausführte. Schließlich soll der Tag und die Ergebnisse der Diskussionen in den Foren dazu beitragen, dass Integration nicht als „Einbahnstraße“, sondern als beidseitige Angelegenheit behandelt wird, erklärte die Kommunalangestellte weiter.

In Köln sind derzeit rund 322.000 Menschen mit Migrationshintergrund, etwas weniger als die Hälfte von ihnen sind Frauen (159.000). In Deutschland liegt diese Zahl bei 15,3 Millionen. Der Anteil der jüngeren Kölnerinnen und Kölner unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund beträgt in der Domstadt sogar 46 Prozent. Von den 322.000 Menschen haben fast die Hälfte inzwischen einen deutschen Pass. 177.000 von ihnen besitzen einen anderen als den deutschen Pass, zeigen die offiziellen Statistiken der Stadtverwaltung.








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