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24. 05. 2012
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Volles Haus beim Tag der Menschen mit Behinderungen


03.12.2009 22:18 von:

Schlagwörter: Köln,Rathaus,Tag der Menschen mit Behinderungen,Information,UN-Konvention,Handlu

In der Konvention der Vereinten Nationen steht es schwarz auf weiß. Menschen mit Behinderungen sind am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Es ist Aufgabe der Unterzeichnerstaaten für eine entsprechende Verbesserung der Zugänge zu sorgen, steht dort geschrieben. Zwar hat sich auch in der Domstadt bereits Einiges getan, aber es gibt eben auch noch Einiges zu tun. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die heute in Vertretung des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters die Begrüßungsrede hielt, erinnerte an eine gemeinsame Ortsbegehung mit Mitgliedern von Behindertenorganisationen. Immer wieder gibt es Kritik am Baustellenmanagement der Stadt. "Als ich mit Ihnen einige Baustellen besichtigt habe, war direkt die erste, die wir antrafen, nicht behindertengerecht", so die erste Bürgermeisterin. Aus diesem Grund seien Tage wie dieser auch so wichtig, die nicht-behinderten Menschen für die Belange der Menschen mit körperlichen oder geistigen Handicaps zu sensibilisieren. "Man kann voneinander lernen, auch wenn der Weg zu gemeinsamen Entscheidungen manchmal etwas holprig ist", so Scho-Antwerpes weiter.

Neben den offiziellen Reden gab es am heutigen Donnerstag im Lichthof des Historischen Rathauses eine Leistungsschau der verschiedenen Behindertenorganisationen in der Stadt. Der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik bescheinigten alle Anwesenden eine gute Arbeit. Zuletzt hatte der Stadtrat ein Handlungskonzept Behindertenpolitik in Teilen bereits freigegeben. Das war zuvor gemeinsam mit Vertretern der verschiedenen Behindertenorganisationen erstellt worden. Scho-Antwerpes, zugleich auch Kreisvorsitzende der Paritätischen Wohlfahrtsverbände, machte dabei nochmals auf die rechtliche Grundlage aufmerksam. "Die UN-Konvention macht klar: Menschen mit Behinderungen sind keine Bittsteller, wenn sie Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe einklagen. Es geht um die Verwirklichung ihrer Menschenrechte, um den Schutz ihrer Würde. Über das Für und Wider von Menschenrechten lässt sich nicht diskutieren", stellte die erste Stellvertreterin von Roters klar.

Lob gab es auch für die Behindertenbeauftragte der Stadt. Marita Reineke füllt dieses Amt seit dem Frühjahr 2007 aus, inzwischen sogar mit einer Stelle mehr als zu Beginn ihrer Amtszeit. In Köln sitzen Vertreter der Behindertenorganisationen überdies auch bei einigen Ausschüssen als sachkundige Einwohner mit am Tisch. Allerdings bleibt gerade in dieser Querschnittsaufgabe vieles am Ehrenamt hängen. Das wird sich angesichts der prekären Finanzlage der kommunalen Haushalte in absehbarer Zeit auch in Köln nicht ändern lassen. Bei der Umsetzung der insgesamt zwölf konkreten Handlungsfelder des Konzeptes zur Behindertenpolitik wird die Stadt auch in Zukunft auf das ehrenamtliche Engagement vieler Freiwilliger hoffen müssen. Ziel bleibe es in Köln, gesellschaftliche Teilhabe auch den Menschen zu ermöglichen, die in Ihrer Wahrnehmung oder Mobilität eingeschränkt sind. Das sei kein "besonderes Zugeständnis" sondern eine Anforderung moderner Stadtentwicklung, so die Bürgermeisterin abschließend.







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