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24. 05. 2012
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WDR-Verantwortliche geben sich gutes Integrationszeugnis


25.01.2009 06:55 von:

Schlagwörter: WDR,Westdeutscher Rundfunk,Integration,Zeugnis,Integrationsbeauftragter,Gualtier

Grund für das gute Zeugnis ist nach Ansicht der Mitglieder die Förderung kultureller Vielfalt sowie bei der erfolgreichen Integration von Menschen mit Zuwanderungshintergrund. "Der WDR hat in den vergangenen Jahren als wichtiger Impulsgeber entscheidende Akzente in der medialen Integrationsdebatte gesetzt. Die zahlreichen Aktivitäten des Senders auf diesem Gebiet zahlen sich aus", erklärte der Rundfunkratsvorsitzender Reinhard Grätz anlässlich der Präsentation des jährlichen Integrationsberichtes des WDR-Integrationsbeauftragten Gualtiero Zambonini. "Für uns im WDR ist Vielfalt mit ihren zahlreichen Facetten gelebte Realität. Seit vergangenem Jahr werden auch unsere Führungskräfte entsprechend geschult“, ergänzte WDR-Intendantin Monika Piel.

Das Urteil des WDR-Integrationsbeauftragten Gualtiero Zambonini, seit 2003 im Amt, fiel indes etwas differenzierter aus. So verwies der Integrationsbeauftragte in seinem vierten Jahresbericht auf die Notwendigkeit eines konstruktiven und kritischen Dialogs der Medien mit den Einwanderern: "Wie die Proteste um den Aleviten-Tatort des NDR gezeigt haben, nutzen Zugewanderte und ihre Interessenvertretungen immer mehr die Auseinandersetzung mit den Medien, um öffentlich Einfluss zu nehmen. Für uns als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten ist es wichtiger denn je, die Kompetenzen beim Thema Einwanderungsgesellschaft zu steigern, bereit zum Dialog zu sein und gleichzeitig unsere Autonomie zu wahren“, erklärte Zambonini. Fachredaktionen wie das Integrationsradio "Funkhaus Europa" und das interkulturelle Magazin "Cosmo TV" sollen von den Hauptprogrammen des WDR künftig noch stärker als "Kompetenzzentren" genutzt werden, so eine Forderung Zamboninis. Im September dieses Jahres wollen WDR und Deutsche Welle zusammen mit der CIVIS medien stiftung eine Programmkonferenz organisieren, wo die Integrationsarbeit in den Medien weiterentwickelt werden soll, kündigten die Verantwortlichen an.

Der WDR könne auf eine große Anzahl positiver Programmbeispiele zum Thema Migration und Integration verweisen, sagte Zambonini. Zahlreiche fiktionale und non-fiktionale Beiträge und Produktionen, die sich mit dem Thema beschäftigen, wurden im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Beispiele sind der Adolf-Grimme-Preis, die Goldene Kamera, die New Yorker Gold World Medal und der Golden Gate Award San Francisco für den Fernsehfilm "WUT"; der Deutsche Fernsehpreis "Beste Regie", der Baden-Badener Fernsehpreis und der Filmkunstpreis des Filmfestivals Mannheim-Heidelberg für den Fernsehfilm "Guten Morgen, Herr Grothe"; der Deutsche Fernsehpreis "Beste Dokumentation" für die ARD-Koproduktion "Im Schatten der Blutrache" oder der Medienpreis der Freien Wohlfahrtspflege für die Funkhaus-Europa-Serie "Anruf aus Deutschland - Geschichten aus dem Callshop". Auch im Bereich der Personalgewinnung und -entwicklung hat der WDR auf dem Gebiet "Integration und kulturelle Vielfalt" eine Vorbildfunktion: Mit dem Projekt "Raus aus den Nischen" hat der Sender auf Initiative der Fernsehdirektion und unter Federführung der Aus- und Fortbildungsredaktion Journalistinnen und Journalisten mit Migrationsbiografie für die freie Mitarbeit gewonnen. Das Projekt ergänzt die journalistische Talentwerkstatt "WDR grenzenlos", die in diesem Jahr in Kooperation mit der Technischen Direktion ausgebaut und weitergeführt wird.

Die 2005 gestartete Talentwerkstatt kann talentierten Journalisten und Mediengestaltern mit Zuwanderungsbiografie einen Einstieg in eine Ausbildung im WDR ermöglichen. Bisher haben sechs von insgesamt 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Sprung ins Programmvolontariat geschafft. Die positiven Erfahrungen von "WDR grenzenlos" führten zur internationalen Medienakademie "Boundless", die der WDR gemeinsam mit der Europäischen Rundfunkunion (EBU), der UNESCO, France Télévisions, der niederländischen Rundfunkanstalt NPS und der COPEAM (Vereinigung der Rundfunk- und Fernsehanstalten im Mittelmeerraum) initiiert. Im Mai dieses Jahres nehmen 15 Journalistinnen und Journalisten aus acht verschiedenen Ländern am Pilotprojekt teil.







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