24. 05. 2012
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Weniger Einbürgerungen in NRW in 2007
Im Jahr zuvor waren es 36.758, wie das Ministerium weiter mitteilte.
In Köln ging die Zahl der eingebürgerten Menschen mit 18,1 Prozent auf
2283 überdurchschnittlich stark zurück. Noch im Jahr 2001 registrierten
die Behörden rund 7000 Einbürgerungen. Im gleichen Jahr lag die
Gesamtzahl der Einbürgerungen in NRW bei 60.566. Von den im vergangenen Jahr Eingebürgerten waren 15.923 weiblichen, der
Rest männlichen Geschlechts. Größte Gruppe blieb trotz ebenfalls
rückläufiger Zahlen Menschen mit türkischer Staatsbürgerschaft. 10.259
aus dieser Gruppe entschieden sich im vergangenen Jahr für die deutsche
Staatsbürgerschaft, im Jahr zuvor waren es noch 11.484. Während die
Zahl der Einbürgerungen von Menschen mit Nicht-EU-Staatsangehörigkeiten
im Vergleich zum Vorjahr zum Teil drastisch zurückging, stieg die Zahl
der Einbürgerungen von Menschen aus EU-Mitgliedstaaten leicht an. 3970
Menschen, die den Pass eines der 26 anderen Mitgliedstaaten besaßen,
sind seit dem vergangenen Jahr deutsche Staatsbürgerinnen und
Staatsbürger. Im Jahr 2006 lag die Zahl der Einbürgerungen aus diesen
Staaten mit 3734 deutlich darunter. Die höheren Zahlen können auch
damit erklärt werden, dass seit August 2007 grundsätzlich für alle
EU-Bürgerinnen und –bürger die Möglichkeit besteht, neben dem deutschen
auch den Pass des Ursprungslandes zu behalten.
"Ich wünsche mir, dass sich in Zukunft noch mehr Menschen für die
Einbürgerung entscheiden, denn es gibt kein deutlicheres Bekenntnis zu
unserer Gesellschaft", sagte der Innenminister bei der Vorstellung der
neuen Zahlen in Düsseldorf. Nach den Neubürgern türkischen Ursprungs
bilden ehemalige Staatsangehörige aus Serbien/Serbien-Montenegro mit
3636 Einbürgerungen (Vorjahr: 4896) die zweitgrößte Gruppe, gefolgt von
gebürtigen Marokkanern mit 1850 Einbürgerungen (Vorjahr: 1888). Mit
1561 Einbürgerungen stellen Polen das größte Kontingent innerhalb der
EU-Mitgliedstaaten. Im Jahr zuvor betrug die Zahl eingebürgerter
Menschen aus dem östlichen Nachbarland allerdings noch 2047. Wie
bereits in den Vorjahren machten Personen im Alter zwischen 23 und 35
Jahren den größten Anteil der Eingebürgerten aus (9937). Die meisten
Einbürgerungsanträge stellten Ausländerinnen und Ausländer, die
zwischen 9 und 15 Jahren rechtmäßig ihren Lebensmittelpunkt in
Deutschland haben: 10.702 davon erhielten einen deutschen Pass.


























