24. 05. 2012
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60.000 Euro Spende für die Stiftung Stadtgedächtnis
Das Kunsthaus Lempertz hat 60.000 Euro für die Restaurierung von Archivalien gespendet. Am gestrigen Montagmittag nahm Oberbürgermeister Jürgen Roters und der kommissarische Leiter der Stiftung Stadtgedächtnis, Kulturdezernent Prof. Georg Quander, den Spendenscheck im Kölnischen Stadtmuseum entgegen. Dort findet derzeit die viel beachtete Ausstellung "Köln 13 Uhr 58. Geborgene Schätze aus dem Historischen Archiv" statt, die bis zum 21. November dieses Jahres auch einen Eindruck von den Restaurierungen der größtenteils schwer beschädigten Kostbarkeiten aus mehr als 1000 Jahren Stadt- und Regionalgeschichte geben will (Köln Nachrichten berichtete).
Das größte deutsche Kunstauktionshaus, das Kunsthaus Lempertz am Neumarkt, hatte im April dieses Jahres angekündigt, den gesamten Erlös der im Frühjahr gedruckten Versteigerungskataloge für die Wiederherstellung der durch den Einsturz des Historischen Archivs beschädigten Urkunden und Dokumente zur Verfügung zu stellen. Der den versandten Katalogen beigefügte Spendenaufruf hatte 60.000 Euro erbracht. Über die Hälfte der Spenden kam aus dem Ausland, wie Prof. Henrik Hanstein, Geschäftsführer des Kunsthauses, betonte. Das Kunsthaus machte mit diesen Mitteln eine Zustiftung, die den Kapitalstock der Stiftung Stadtgedächtnis auf 4.180.00 Euro erhöht und somit die langfristige Arbeit unterstützt . Lempertz wollte mit seiner Spende ein Zeichen setzen, in der Hoffnung, Nachahmer sowie nationale und internationale Unterstützung bei der Restaurierung der Archivalien zu finden, eine Aufgabe, bei der es angesichts der Schadenssumme einer deutschlandweiten Solidarität bedarf. " Ich finde Ihre Initiative wirklich genial. Sie tragen unsere Bemühung ins Ausland und damit in die Breite. Es werden gewaltige Anstrengungen nötig sein, die Archivalien zu restaurieren. Wir müssen dabei die Finanzierung auf eine breite Basis stellen", erklärte das Kölner Stadtoberhaupt. Er selbst wolle dazu noch allen Stiftern einen Dankesbrief zukommen lassen, versicherte Roters.
Auch Kulturdezernent Quander zeigte sich erfreut über die Spende. "Es ist damit die zweite Zustiftung nach der des Bundes eingegangen. Wir werden viele Unterstützer brauchen und aktiv dafür werben. Ich begrüße es, dass das Kunsthaus Lempertz in seinen Katalogen regelmäßig über den Fortgang der Restaurierungsarbeiten berichten will", so Quander. Die Gesamtkosten für die Restaurierung aller beschädigten Archivgüter sowie deren wissenschaftliche Begleitung werden einen Betrag von insgesamt mindestens 350 Millionen Euro verschlingen. Neben der Stadt Köln soll vor allem die Stiftung diese Beträge finanzieren. Bund und Land NRW hatten sich mit jeweils einer Million Euro beteiligt und damit die Erwartungen der Stadt deutlich verfehlt. Zuletzt sagte Bundespräsident Christian Wulff zu, der Stiftung als Schirmherr zur Verfügung zu stehen.
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