24. 05. 2012
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Bahnhofsmission veranstaltet große Tombola
Pro Tag bevölkern bis zu 250.000 Menschen den Kölner Hauptbahnhof. Neben den vielen Durchreisenden ist der Bahnhof aber auch für viele Menschen so etwas wie die letzte Zufluchtsstätte. Um diese Menschen kümmert sich seit fast 110 Jahren in Köln die Bahnhofsmission, eine von den beiden Kölner Kirchenverbänden getragene Einrichtung. Die Verantwortlichen der Kölner Einrichtung hatte am heutigen Samstag zu ihrer alljährlichen Tombola geladen. Während in den Colonaden selbst ein Info-Stand und die zahlreichen Preise der so genannten Kindertombola ausgestellt waren, gab es in der eigentlichen Bahnhofsmission, die sich am westlichen Ende von Gleis 1 des Hauptbahnhofs befindet, die Hauptpreise für die Erwachsenen, darunter unter anderem ein Reisegutschein der Deutschen Bahn AG im Wert von 400 Euro oder ein handsigniertes Trikot der Profimannschaft des 1. FC Köln. Am Samstagmorgen machte auch Kölns Oberbürgermeister der Einrichtung seine Aufwartung und ließ sich dabei die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer und ihrer hauptamtlichen Mitarbeiter erläutern. "Kinder, Behinderte, Auffällige und Hilflose, das ist ein breites Spektrum", merkte das Kölner Stadtoberhaupt anerkennend an. "Im Gegensatz zu anderen Hilfsorganisation kann zu uns jeder kommen", erklärte der Leiter der Kölner Bahnhofsmission, Reinhard Schwarz.
Die Aufgaben der vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der vier Zivildienstleistenden sowie der Schar von rund 60 ehrenamtlichen Helfer ist dabei in der Tat breit gestreut. So werden hier hilflose Menschen betreut, die nicht mehr weiter wissen und sich mit Selbstmordgedanken. Auch ältere und verwirrte Menschen finden in der Bahnhofsmission eine Anlaufstelle, in der sie erst mal zur Ruhe kommen. Im vergangenen Jahr registrierten die Verantwortlichen weit über 44.000 Menschen, die in der Einrichtung betreut wurden und Hilfe fanden. Dabei werden die Räumlichkeiten von der Deutschen Bahn AG mietfrei bereit gestellt, die Personalkosten teilen sich das Evangelische Diakonische Werk und die katholische Organisation InVia des Caritasverbandes. Trotzdem sind Mitareiter der Bahnhofsmission auf Spenden angewiesen. Schließlich werden hier auch kleine Hilfen verteilt, wenn zum Beispiel Menschen nicht wissen, wie sie nach Hause kommen können. "Da kaufen wir auch mal einen Fahrschein, damit die Leute nicht schwarz fahren müssen", so Schwarz.
Seit 2002 bietet die Bahnhofsmission zudem einen Begleitservice für Kinder an, die mit der Bahn über weite Entfernungen fahren müssen. Die Anfragen gehen bei der zentralen Annahmestelle der Bahn in Schwerin ein, wo sie an die Zentrale der deutschen Bahnhofsmissionen nach Mannheim weitergeleitet werden. Von Köln aus fahren die Kinder mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kölner Bahnhofsmission allerdings nur Richtung Norden bis Hamburg. Die Strecke in Richtung Frankfurt und Stuttgart wird von den Kolleginnen und Kollegen der südlichen Bahnhofsmissionen begleitet. Was sich auf den ersten Blick kompliziert anhört, macht in den Augen von Gustav Rehbein Sinn. Der hauptamtliche Mitarbeiter der Bahnhofsmission schätzt die Zahl der Kinder, die von Köln aus begleitet werden, auf rund 600. Bundesweit sind es etwa 8000, die pro Jahr diesen Service in Anspruch nehmen. Die Ehrenamtler aus dem Begleitservice erhalten zwar eine Aufwandsentschädigung, aber die ist vergleichsweise gering. Eine längere Fahrt hin und zurück dauert gerne mal über zehn Stunden und dafür erhalten die Ehrenamtler 30 Euro. "Das schönste an unserer Arbeit ist das Lob unserer Gäste, denen wir helfen konnten", so Rehbein abschließend.
Die Bahnhofsmission ist auf Spenden angewiesen. Finanzielle Unterstützungen können Sie auf folgendes Konto überweisen: Bahnhofsmission Köln, Konto: 42 332 031, Bankleitzahl: 370 501 98 (Sparkasse KölnBonn).


























